Telling the story of people’s lives – Strata+Hadoop Vortrag von Joerg Blumtritt, 15. Februar 2015, San Jose

Mit dem Smartphone können wir ein aussagefähiges Bild des Alltags der Menschen zeichnen. Um die Daten-Geschichte zu erzählen, müssen wir die von im Smartphone verbauten Sensoren gesammelten Rohdaten in sinnvolle Ereignisse übersetzen, wie beispielsweise „Auto fahren“, „in einem Geschäft herumschlendern“, oder sogar in einer intimeren Art und Weise: „nervös sein“. Wir zeigen, wie man an die Daten des Telefons kommt, wie man aus diesen Rohdaten sinnvolle Ereignisse extrahiert, diese Ereignisse in einen sinnvollen Gesamtzusammenhang bringt – und – zu guter Letzt – welchen Nutzen Unternehmen daraus ziehen können.

Wir zeigen dies an konkreten Anwendungsfällen, wie beispielsweise einer App aus der Automobilindustrie, mit der Autofahrer sicherer und effizienter fahren – oder auch an Chinesischen Flugpassagieren auf Europa-Reise. Auch für den Gesundheitsbereich zeigen wir eine Anwendung: wie können Osteoporose-Patienten mit Hilfe einer App ihre Lebensumstände stabilisieren oder sogar signifikant verbessern und mobil bleiben?

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SUPERDRIVE Inkubator Programm von Macromedia Hochschule und Datarella gestartet

Vom Hörsaal in die Garage: Mit der Kick-off Veranstaltung am Mittwoch, 18. März 2015, starten wir gemeinsam mit der Macromedia Hochschule das Inkubator-Programm SUPERDRIVE, das allen Studenten der Macromedia offensteht. Ziel von SUPERDRIVE ist es, die im Studium erworbenen Ideen, Kenntnisse, Fertigkeiten in konkrete Projekte umzusetzen, die sich am Markt beweisen müssen – als eigenständige Startups. 

Aus einer langjährigen Kooperation der Datarella Gründer mit der Macromedia Hochschule entstand im Winter 2014 die Idee, Studenten über die Projektarbeit an der Hochschule selbst die Möglichkeit zu geben, ihre Ideen und Konzepte unternehmerisch umzusetzen. Was bisher auf Konzeptniveau ist, soll nun in reale Produkte, Prototypen umgesetzt werden, die gemeinsam mit erfahrenen Experten entwickelt, auf Marktfähigkeit hin getestet und Marktteilnehmern wie Unternehmen, Institutionen und Investoren präsentiert werden können. 

 Foto: Michael Reuter (Datarella), Prof. Oliver Szasz (Macromedia), Yukitaka Nezu (Datarella)

Ziel des auf vier Monate ausgelegten SUPERDRIVE Programms ist die Entwicklung eines Minimum Viable Product (MVP, eines Produkt-Prototypen, der die Kernfunktion des fertigentwickelten Produkts beinhaltet und von der Zielgruppe getestet werden kann.

Thematischer Fokus von SUPERDRIVE ist der Bereich Wearable Tech, Mobile Apps, Self Tracking und Quantified Self. Menschen produzieren überall Daten, auf Schritt und Tritt. Wenn sie sich aktiv bewegen, im Auto, in den eigenen vier Wänden. Insbesondere in den Verticals Connected Car, Smart Home und mHealth ergeben sich eine Vielzahl möglicher Konzepte und Projektideen. Die bei Datarella vorhandene Expertise in diesem Bereich sorgt bei SUPERDRIVE für die nötige fachliche Unterstützung.

Für Prof. Oliver Szasz, der das Inkubator-Programm für die Macromedia Hochschule federführend betreut, ist SUPERDRIVE der Lackmus-Test für die Studenten: der hohe Anspruch der Hochschule an die Lehre und die praxisnahe Ausbildung ihrer Studenten soll nun unmittelbar zu einem Sprungbrett für die Karriere werden – aus der eigenen Idee wird das eigene Unternehmen – so finden Theorie und Praxis nahtlos zusammen.

Das Besondere an SUPERDRIVE ist laut Prof. Szasz, dass die Studenten nicht ins kalte Wasser geworfen werden – denn nicht jeder ist von Haus aus zum Unternehmer geeignet. Die Teilnehmer werden vielmehr behutsam in die Startup Welt eingeführt, indem ihnen die unterschiedlichen Aspekte der Selbständigkeit in Workshops und konstanter Betreuung vermittelt werden: die für ein junges Unternehmen überlebensnotwendigen Kenntnisse in finanziellen und rechtlichen Dingen vermittelt Yukitaka Nezu, der vor Datarella über 10 Jahre im Finance und Private Equity Bereich tätig war. Spezifisches Know How im Bereich Big Data und Sensoren erhalten die Studenten von Joerg Blumtritt. Wie aus einer Idee ein Produkt wird, erfahren die jungen Unternehmer von Kira Nezu und wie sie aus all den Einzelteilen ein kleines Unternehmen formen, es vermarkten und eine Go-To-Market Strategie entwickeln, von Michael Reuter. Darüber hinaus werden weitere externe Experten in das Programm eingebunden.

Wir freuen uns sehr auf die jungen Teams, sind gespannt auf ihre Ideen und wünschen allen Beteiligten an SUPERDRIVE eine Menge Spass!

Weitere Informationen zu SUPERDRIVE gibt es unter superdrive.us.

Datarella TeamGuide gewinnt Innovationspreis-IT 2015

Eine tolle Nachricht: Mit unserem TeamGuide haben wir den INNOVATIONSPREIS-IT der Initiative Mittelstand in der Kategorie Start-ups gewonnen! Wir freuen uns sehr, dass der TeamGuide die Juroren überzeugen konnte. Diese Auszeichnung bestätigt uns und die Unternehmen, in denen der TeamGuide zum Einsatz kommt.

Die Erfahrungen aus Start-up Teams, die mit dem TeamGuide nahende Probleme in der Zusammenarbeit rechtzeitig erkennen und adressieren können, helfen den jungen Teams nicht nur dabei, besser zu kooperieren, sondern auch ihre Produktivität signifikant zu erhöhen. Zu guter Letzt bleiben durch rasches Handeln und produktives Bearbeiten von Konflikten die Teams als Arbeitsgruppen zusammen: damit fördert der TeamGuide die Erfolgswahrscheinlichkeit von Start-ups insgesamt.

Danke an die Initiative Mittelstand für diese schöne Auszeichnung!

TV-Tipp: Der gläserne Versicherungskunde

Jeder kennt es: wenn man eine Versicherung abschließt, muss man meist erstmal einen Wust von Fragen beantworten und den Unternehmen einen tiefen Blick in sein Privatleben gestatten, bevor wir gnädig aufgenommen werden. Nun sind erste Angebote von Versicherungen auf dem Markt, bei denen sich Versicherer für digital gewonnene Daten interessieren. Ist das die Zukunft? Was ist davon zu halten?

Dr. Birgit König, Vorstandsvorsitzende Allianz Private Krankenversicherung, nimmt Stellung zu etwaigen Plänen von Krankenversicherungen, Gesundheitsdaten in die Kalkulation von Versicherungstarifen einfließen zu lassen. Und unser Michael Reuter joggt selbst bi Minusgraden im Münchner Hofgarten, um an genau diese Tarife zu kommen 😉

Der Versicherer Generali erarbeitet für digitale  Fitness Fans in Deutschland ein spezielles Angebot – zusammen mit den südafrikanischen Versicherungskonzern Discovery. Der hält mit dem Programm Vitality seine Versicherten bereits zu Vorsorgeuntersuchungen an, oder zum Sporteln mit App. Wer mitmacht und seine Daten dem Konzern gibt, der bekommt Versicherungsboni und Einkaufs-Rabatte. Generali plant sein Angebot an deutsche Kunden für Ende des Jahres.

Datarella People: Prof. Dr. Claas Triebel, TeamGuide

Im Gespräch:
Prof. Dr. Claas Triebel, Wirtschaftspsychologe, Gesellschafter PerformPartner, Wissenschaftlicher Leiter des Datarella Projekts TeamGuide

DR
Was ist der TeamGuide?

Claas Triebel
Der Team Guide ist eine App wie beispielsweise Runtastic, mit der man sich selbst beobachten kann, mit der man die Arbeit seines Teams einschãtzen kann. So, wie Runtastic den Nutzer daran erinnert, wieder einmal zu laufen, so erinnert der TeamGuide daran, im Team über das zu sprechen, was gerade relevant ist.

DR
Für wen ist der TeamGuide geeignet?

Claas Triebel
Der TeamGuide ist eine App für Teams aus Unternehmen – und zwar nicht nur dann, wenn ein aktuelles Problem besteht. Der TeamGuide entfaltet dann seine Stärken, wenn ich ihn kontinuierlich mitlaufen lasse – analog zur Fitness App, die mir die kurz- und langfristige Entwicklung meiner Fitness darstellt und mir damit die Möglichkeit zur Korrektur gibt.

Wie entwickelt sich die Stimmung im Team? Wie optimistisch ist das Team? Diese Aspekte entwickeln sich typischerweise schleichend; d.h. man bemerkt Verãnderungen erst dann, wenn sie signifikant sind. Daher ist hier ein kontinuierliches Monitoring wesentlich sinnvoller, als ein rein problemorientiertes Handeln, das sogar vielleicht nur auf eine einzelne Maßnahme beschrãnkt ist. So, wie es nicht wirklich sinnvoll ist, einmal laufen zu gehen, sondern die Effektivität des Laufens aus seiner Kontinuität ergibt, ist ein gutes Team nicht das Ergebnis eines einmaligen Incentives auf Ibiza, sondern das Ergebnis kontinuierlicher Arbeit.

DR
Der TeamGuide klingt sehr praxisorientiert. Gibt es ein dahinterstehendes theoretisches Modell?

Claas Triebel
Wir arbeiten mit mehreren dahinterstehenden Modellen, wie beispielsweise dem Kulturebenenmodell von Ed Schein, oder auch einem eigenentwickelten Kooperationsmodell. Beide Modelle gehen von ähnlichen Annahmen aus – dass man auf unterschiedlichen Ebenen miteinander kommuniziert: auf der Sach- bzw. Objektebene, auf der Ebene der Interessen und Werte und auf der Emotionsebene. Eingebettet sind diese Ebenen in spezifische Situationen. Ein gutes Teammitglied etwa weiss, wie es bei den anderen Teammitgliedern auf diesen Ebenen bestellt ist: wie geht es Ihnen gerade, was ist ihnen wichtig, in welcher Situation befinden Sie sich und an was arbeiten sie gerade? Darüber sollte im Team ein guter Austausch stattfinden – wenn das der Fall ist, ist das Team wesentlich besser und produktiver.

DR
Für welche Unternehmen bzw. welche Teams eignet sich er Einsatz des TeamGuide besonders?

Claas Triebel
Da ich selbst seit über 10 Jahren mit Startup Teams arbeite, haben wir zunächst damit begonnen, den TeamGuide bei jung gegründeten Unternehmen einzusetzen. Ideal ist der TeamGuide jedoch auch für große Unternehmen geeignet, die einen agilen Projektmanagementansatz verfolgen – die also nicht starre Strukturen propagieren, sondern vielmehr gewöhnt sind, mit einem bestimmten Grad an Bewegung zu arbeiten.

DR
Vielen Dank!

Let’s pitch! Der explore TeamGuide von Datarella bei BITS & Pretzels

In 4 Tagen ist es soweit – BITS & Pretzels, auf der grossen Start-up Show in München treffen sich über 2.000 Unternehmensgründer und Investoren. Und das Beste daran: eines der acht Startups, die sich vorstellen dürfen, ist Datarella mit dem TeamGuide! Um ein besonders gutes Bild abzugeben und die Jury von uns zu überzeugen, schicken wir unseren CEO Jörg, der die Vorteile des TeamGuide für Teams und Projektleiter vorstellen wird:

explore TeamGuide

Jedes Gründungsteam-Mitglied lädt sich den explore TeamGuide auf sein Android Phone herunter. Sofort erhält jeder ein paar Begrüßungsfragen mit allgemeinen Angaben zur Person und zum Team. In den folgenden Wochen – die Dauer des Programms kann individuell auf Euer Team zugeschnitten werden – hilft Euch der TeamGuide, die Kommunikation und das Verständnis füreinander im Team zu analysieren. Die mit Prof. Triebel entwickelten Fragen stützen sich auf das Kulturebenenmodell von E. Schein (MIT) – sind also wissenschaftlich fundiert und bieten Euch während des Programms durch anschauliches sofortiges Feedback im TeamGuide eine realtime Hilfestellung zum Erkennen drohender Schwierigkeiten.

Wir freuen uns auf eine tolle Veranstaltung und sind gespannt auf den Pitch!

Presseinfo – Datarella schaltet API des Personal Coach explore frei

München, 21. Mai 2014 – Datarella, das Münchner Big Data Startup, stellt den Nutzern seiner Personal Coach App explore ab sofort eine Schnittstelle (API) zur Verfügung. Über die API können interessierte App Entwickler auf ihre ansonsten schwer zugänglichen Daten zugreifen, die mit der App auf ihrem Smartphone gemessen werden. explore ist eine Smartphone App, die ihren Nutzern basierend auf deren Verhalten und der jeweiligen spezifischen Situation Erkenntnisse über sie selbst und ihre Lifestyles widerspiegelt und ihnen hilfreiche Tipps zur Steigerung ihrer Lebensqualität gibt. 

API – Eine Schnittstelle ermöglicht Funktionalität
“Application Programming Interface”, kurz API, ist eine Schnittstelle, die es möglich macht, von Außen auf ein Computerprogramm oder eine Datenbank zuzugreifen. Web-APIs, die den Zugriff via Internet ermöglichen, sind die Grundlage für die meisten Geschäftsmodelle im Web. Wenn Nutzer beispielsweise ihre Online-Einkäufe mit Kreditkarte bezahlen, greift das Shop-System auf die API des Kreditkartenanbieters zu. Ob E-Commerce Websites wie Ebay, Amazon, Paypal, oder Soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter und andere, sie alle stellen APIs zur Verfügung, mit denen grundsätzlich die gesamte Funktion der Angebote in andere Websites eingebaut werden können.

explore Personal Coach
Der Personal Coach explore wurde von Datarella entwickelt, um auf die Sensoren (“Probes”) des Smartphones zuzugreifen und die von den Sensoren gemessenen Daten zu speichern. Dabei werden über die üblichen Daten zum Ort (Geo-Location), wie sie von Google Maps bekannt sind, auch die Bewegungen im Raum über das Gyroskop, die Beschleunigungen und das Magnetfeld in der Umgebung angezeigt. Auch die Mobilfunk- und Wifi-Netze, die das Smartphone empfangen kann, werden getrackt. Aus diesen Informationen kann der Nutzer viele interessante Dinge über sich, die Umgebung und das eigene Verhalten lernen.

Kontext – Aus Daten werden Geschichten
Daten allein sind nicht interessant genug – der Kontext, in dem Dinge passieren und in dem man sich als Mensch verhält, macht aus Daten Geschichten: warum beschleunigt ein Nutzer während einer Autofahrt extrem dynamisch, während er üblicherweise langsam und gelassen fährt? Warum sind Nutzer, die immer für ausreichend Akkukapazität in ihren Smartphones suchen, weniger gestresst als andere? Zusammenhänge zwischen diesen Daten herstellen – das geht ab sofort über die explore API.

Meine und die Daten anderer
Über die API können auch Daten der anderen explore Nutzerinnen abgerufen werden. Die Daten anderer Nutzer sind aus Gründen des Datenschutz allerdings nur als zusammengefasste Mittelwerte abrufbar, so dass der Rückschluss auf einzelne Nutzer ausgeschlossen ist.
Mit der API für explore bekennt sich Datarella zu Open Data: „Daten müssen den Nutzerinnen und Nutzern zur Verfügung stehen“ so Co-Gründer Jörg Blumtritt, „wir sind überzeugt, dass dies der beste Weg im Umgang mit persönlichen Daten ist.“

Datarella GmbH
Die Datarella GmbH wurde im August 2013 von ihrem Geschäftsführer Jörg Blumtritt sowie Kira Nezu, Yukitaka Nezu und Michael Reuter gegründet. Das Münchner Quantified Self Startup setzt seine mobile Personal Coach App explore zur Gewinnung und Analyse von Verhaltensdaten ein. Kunden von Datarella nutzen explore in der Originalversion, in einer speziell auf ihre Bedürfnisse angepasste White Label Variante oder sie integrieren das explore SDK in ihre bestehenden Apps, um tiefere Einsichten in das Verhalten ihrer Nutzer zu erhalten. Unternehmen, die Quantified Self intern einsetzen wollen, greifen auf das Quantified Self Beratungsangebot von Datarella zurück. Der Nutzer des Personal Coach explore hat realtime Zugriff auf seine Daten, lernt sich selbst besser kennen und kann sein Verhalten optimieren, um seine Lebensqualität zu steigern. explore ist kostenlos in Google Play verfügbar. Kooperationspartner von Datarella sind u.a. die European Space Agency, die BayBG und die Serviceplan Gruppe.

Dokumentation der API

Link zum Download des Personal Coach explore

Die API-Ökonomie

Apis mellifera

„Application Programming Interface“, kurz API, ist eine Schnittstelle, die es möglich macht, von Außen auf ein Computerprogramm oder eine Datenbank zuzugreifen. Web-APIs, die uns den Zugriff via Internet ermöglichen, sind die Grundlage für die meisten Geschäftsmodelle im Web. Wenn wir mit Kreditkarte bezahlen, greift das Shop-System auf die API des Kreditkartenanbieters zu. Ebay, Amazon, Paypal, sie alle stellen uns APIs zur Verfügung, mit denen wir so gut wie die gesamte Funktion der Angebote in unsere eigenen Websites einbauen können. Auch die meisten Social Networks stellen APIs zur Verfügung. Darüber können wir automatisierte Nachrichten versenden, Daten zur Nutzung und Reichweite abrufen, oder Werbekampagnen steuern.

APIs haben viele Vorteile. Unternehmen können mit einer API komplexe Geschäftsprozesse auf einfache Weise outsourcen. Ein kleiner Anbieter kann mit der API von Amazon zum Beispiel sein Angebot über das Amazon-Shopsystem weltweit zugänglich machen. Über PayPal oder der Überweisung via Sofort.com können Anbieter sicher und für ihre Kunden problemlos die Bezahlung abwickeln. Geografische Daten lassen sich über die API in Google Maps einbinden und so automatisch Spezialkarten erzeugen.

Über die API kann aus einem Angebot ein ganzes „Ökosystem“ an Partner-Angeboten entstehen, wie das Amazon Beispiel zeigt. Neben dem direkten Vorteil, dass durch die API potenziell viel mehr Menschen das Angebot nutzen können, erweitert die Sicht auf das System aus Partnern auch das Wissen des API-Anbieters ganz erheblich. Über das Partner-Netz lernt man, wozu das eigene Angebot noch so alles taugt.

APIs sind auch die Grundlage für Open Data. Nur wenn eine gut dokumentierte Schnittstelle zu den Daten vorliegt, kann man wirklich darauf zugreifen und sinnvolle Analysen mit den Daten erstellen. Öffentliche Daten werden mittels APIs für Bürgerinnen und Bürger zugänglich. Kommunale Open Data Projekte wie Open.Wien oder Open Data Zürich zeigen, wohin die Reise geht. Besonders interessant sind dabei Aggregatoren, die die unterschiedlichen Datensätze aus den Open Data Projekten in eine gemeinsame Datenbank zusammenführen. Der bekannteste kommerzielle Anbieter ist enigma.io mit mehreren hunderttausend Datenbanken unter einem Dach. Und Wikimedia stellt mit wikidata.org eine Non-Profit Initative.

Inzwischen hat sich eine Ganze „API-Wirtschaft“ entwickelt. programmableweb.com ist eine Website, auf der täglich aktuell Nachrichten über APIs aus allen möglichen Bereichen gesammelt werden. Die Seite bietet eine umfassende Datenbank. Dort kann man nach APIs zu jedem erdenklichen Thema suchen; der perfekte Startpunkt für die Beschäftigung mit der API Economy.

APIs sind mehr als nur eine technische Schnittstelle. Angebote, die konsequent um ihre API gebaut werden, sind schon alleine aufgrund der Nutzerfreundlichkeit erfolgreicher. Durch die Vernetzung mit Partnern werden API-Angebote nicht so leicht durch Konkurrenz vom Markt verdrängt, wie geschlossene Systeme. APIs zwingen auch zu rigorosem Datenschutz, da die Nutzerinnen über die API sehr viel mehr über die Daten lernen, die ein Angebot von ihnen hält.

Zugänglichkeit, Verfügbarkeit und Vernetzung über eine API ist also wesentlicher Teil der Produktstrategie, wenn nicht sogar der Unternehmensphilosophie.