DNA und Big Data – Die Ära der Biopunks – SXSW 2017

Was verbindet die menschliche DNA mit Big Data? Warum ist es wichtig, sich bereits heute Gedanken darüber zu machen, vor welche Herausforderungen uns Daten über den menschlichen Körper stellen? Wie kann das Individuum wissen, welche Daten über seinen Körper existieren, diese erzeugen, verarbeiten und zu seinem Vorteil nutzen? 

Und wie ist es um das Thema Sicherheit und Privatsphäre bestellt? Wer kann an Daten über mich herankommen, diese nutzen und zu welchen Konsequenzen führt das für mich? Welche Gesetze und Rahmenbedingungen sind bereits geschaffen worden oder müssen installiert werden, damit die Konsequenzen der Verfügbarkeit der Biodaten für den Einzelnen und Gesellschaften beherrschbar bleiben?

Wer Antworten zu diesen Fragen sucht oder vielleicht schon hat, dem ist der Besuch des Talks Biopunk: Subverting Biopolitics auf der Konferenz SXSW im texanischen Austin zu empfehlen: Heather Dewey-Hagborg (School of the Art Institute of Chicago), Simone Browne (The University of Texas, Austin) und Joerg Blumtritt (CEO Datarella) präsentieren und diskutieren den aktuellen Wissenstand zum Thema.

Was Sie im Jahr 2016 von Datarella erwarten können

In den ersten Tagen eines neuen Jahres nehmen wir uns etwas Zeit, um die Ziele für Datarella festzulegen. In diesem Jahr war dies eine überaus angenehme Übung, da das Jahr 2015 sehr erfolgreich verlief und wir die meisten unserer Ziele erreicht haben – wir konnten also ohne Altlasten starten.

So, what to expect from Datarella in 2016?

Was können Sie nun im Jahr 2016 von Datarella erwarten? Neben unserem stetig wachsenden Beratungsbereich mit hochinteressanten Projekten und anspruchsvollen Kunden fokussieren wir uns im neuen Jahr auf unser Produkt Data Trust und das Projekt Data Coach. Aufgrund unseres straffen Zeitplans haben wir bisher nicht viel über Data Trust und Data Coach publiziert. Daher jetzt dieser kurze Einblick.

Data Trust
Allgemein formuliert ist Data Trust ein sicheres Marktmodell für Big Data Projekte.

Daten zwischen Unternehmen zu teilen kann sehr sinnvoll sein. Datenverarbeitung und Analyse skalieren gleichermaßen, während Entwicklung, Qualitätssicherung und Support an Effizienz gewinnen. Viele Unternehmen stehen dem Data Sharing mit Partnern allerdings skeptisch gegenüber – zum einen aus Sicherheitsgründen und Wettbewerbsaspekten, oft sprechen jedoch auch haftungsrechtliche Gründe dagegen.

Datarella Data Trust löst dieses Dilemma auf: unser Marktmodell bietet eine absolut sichere und nachvollziehbare Data Sharing Möglichkeit für Unternehmen. Die Originaldaten jedes einzelnen Unternehmens werden in separaten Buckets organisiert. Ohne Daten wegzugeben, profitieren alle Data Trust Teilnehmer von den Ergebnissen, Analysen und Vorhersagemodellen, die auf der Basis ihrer eigenen Daten und der Daten der Marktpartner erzielt bzw. durchgeführt werden. Daher sprechen wir bei Data Trust von einem Marktmodell: jeder Teilnehmer erhält einen bisher nicht vorhandenen und tiefgehenden Blick auf den Markt.

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Auf den einzelnen separaten Data Buckets arbeitet dir Datarella Prediction Engine. Die Prediction Engine ist in den Bereichen Medien, Werbung, eCommerce, Finanzen, Mobilität und Gesundheit einsetzbar.  Mit ihr können präzise Voraussagen hinsichtlich diverser Erfolgsfaktoren in den jeweiligen Märkten getroffen werden. In Kombination bieten Datarella Prediction Engine und Data Trust  eine absolut vertrauenswürdige Plattform für Management und Analyse von Daten im Marktumfeld.

Natürlich kann Datarella Data Trust zertifiziert werden.

Data Coach
Während Data Trust ein bereits wertsteigernd im Einsatz befindliches Produkt ist, befindet sich Data Coach noch in der Entwicklungsphase. Das Endnutzerprodukt des Data Coach ist eine App, die Körperaktivitätsdaten und Umwelt- bzw. Umgebungsdaten des Nutzers sammelt. Der Nutzer teilt diese Daten mit einem geschlossenen professionellen Kreis von Personen, Institutionen oder Unternehmen und erhält von den Teilnehmern Feedback in Form handlungsrelevanter Empfehlungen hinsichtlich seines körperlichen Zustands, seines Trainings  bzw. seines allgemeinen Verhaltens.

Der Kern des Data Coach ist eine Blockchain-Umgebung, die drei elementare Aspekte eines professionellen, sicheren Netzwerks berücksichtigt:

  1. Data Security
  2. Data Provenance
  3. Peer-to-Peer Architektur

Kryptographische Hash-Funktionen und vollständig historisierte Datenketten garantieren absolut sicheres Data Sharing. Der Nutzer besitzt vollständige Kontrolle über seine Daten. Zusätzlich weiß er zu jedem Zeitpunkt, wo seine Daten sind und wer was damit machen kann. Unser Partner Ethereum stellt dabei mit seiner dezentralen Blockchain-Technologie einen essentiellen Baustein des Data Coach.

Derzeit fahren wir erste Tests mit Data Coach in den Bereichen Sport und Entertainment. Für den Gesundheitsbereich suchen wir einen Partner, der gemeinsam mit uns ein Pilotprojekt aufsetzt. Wenn Sie mit Ihrem Unternehmen Interesse am Aufbau eines oben beschriebenen sicheren professionellen Netzwerks haben, kontaktieren Sie uns bitte. Wir freuen uns auf Ihr Feedback!

Grosses Interesse am Management und Teilen der eigenen Gesundheitsdaten in Deutschland

Eine Befragung von rund 1.300 Personen durch das Marktforschungsinstitut Infratest im Auftrag der Continentale Krankenversicherung zeigt, dass Deutsche zwar vorsichtig im Umgang mit ihren Gesundheitsdaten sind, aber grosses Interesse daran haben, sie mit ihrem Arzt, Verwandten und Freunden sowie anderen, wie beispielsweise Krankenversicherern zu teilen.

Während in allen Altersgruppen eine gewisse Skepsis gegenüber dem Teilen der eigenen Gesundheitsdaten mit Dritten herrscht, so erheben, sammeln und speichern 19% der Befragten ihre Daten. 6% setzen zur Datensammlung bereits technische Hilfsmittel wie Wearables; d.h. Fitnessbänder, Smartwatches und andere am Körper tragbare technischen Geräte und weitere 17% können sich vorstellen, Wearables zukünftig für diesen Zweck einzusetzen. Die gerade zu Ende gegangene IFA mit dem Schwerpunkt Wearables hat womöglich den Startschuss für eine starke Verbreitung von Smartwatch und Co. gegen – wir rechnen damit, dass unter jedem dritten Weihnachtsbaum in Deutschland ein entsprechendes Wearable liegen wird.

Weitergabe von Gesundheitsdaten an Krankenversicherer

Während die bisherige Reaktion auf die Infratest-Umfrage den in Deutschland beliebten skeptischen Blick betont und das Augenmerk auf ausgesuchte Mehrheiten richtet, die (bisher noch nicht) ihre Daten teilen, wollen wir die andere Perspektive betrachten: 23% der Befragten messen jetzt schon ihre Gesundheitsdaten mit Wearables oder wollen dies zukünftig tun – das bedeutet: ein knappes Viertel der Deutschen betreibt Quantified Self! 63% der Befragten geben, ihre Gesundheitsdaten auf keinen Fall an Dritte weitergeben zu wollen. Weitere 22% sind sich unsicher und sagen „wahrscheinlich nicht“. Mit anderen Worten: 15% geben bereits heute ihre Daten weiter oder würde dies tun.

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Die Empfänger der Gesundheitsdaten sind der Arzt (85%), die Familie (74%), die gesetzliche Krankenversicherung (515), Ernährungsberater (33%), die private Krankenversicherung (28%), die Lebensversicherung (24%9 und andere. Über die Hälfte der Befragten (56%) würden ihrer Krankenversicherung ihre Daten aufgrund eines finanziellen Anreizes weitergeben, davon 20% sicher und 36% vermutlich. Mit anderen Worten: weniger als die Hälfte der Befragten schliesst aus, aufgrund eines finanziellen Vorteils der Krankenversicherung ihre Daten zu übermitteln.

Nicht nur die in Antworten zur Frage nach finanziellen Anreizen erkennbare hohe Bereitschaft der Deutschen, Daten weiterzugeben, wenn finanzielle Vorteile daraus entstehen – sondern auch das exponentiell gestiegene Interesse an Wearables und deren Möglichkeiten legt unserer Ansicht nach den Schluss nahe, dass wir hierzulande den ersten entscheidenden Schritt in Richtung einer neuen Autonomie hinsichtlich der eigenen Gesundheit getan haben: die Menschen erkennen, dass sie ohne grossen finanziellen und technischen Aufwand ihren eigenen Körper (besser) kennenlernen und im Krankheitsfalle ihren Arzt rasch, lückenlos und objektiv über ihren Gesundheitszustand informieren können. Unserer Ansicht nach wird in 2 Jahren über die Hälfte der Deutschen Wearables einsetzen, um eine aktivere Rolle bezüglich ihrer eigenen Gesundheit einzunehmen.

Gesundheitsdaten: Wohin gehen die Informationen wirklich?

Ich habe es geschafft: ich bin ein Trendsetter. Das zumindest weiß die ARD, für deren Magazin plusminus ich bei Minusgraden durch den Münchner Hofgarten gejoggt bin. Im Anschluss habe ich gezeigt, was ich bei allen Aktivitäten mache: wie ich mich selbst mit diversen Apps tracke.

Weltweit nutzen bereits Millionen von Menschen Self-tracking Möglichkeiten insbesondere aus gesundheitlichen Aspekten und selbst in unserm eher verschlafenen Deutschland bin ich natürlich nicht der erste – wie nicht nur die sehr aktive und rasch wachsende Quantified Self Bewegung zeigt, sondern auch die Tatsache, dass beispielsweise Wearables wie das von mir benutzte Jawbone UP mittlerweile für 49 EUR am Grabbeltisch neben der Kasse am Supermarkt feilgeboten werden. Wie immer, wird in einem TV-Beitrag nur ein Bruchteil dessen gezeigt, was man aufgenommen hat – und meist auch das eher nicht so Interessante. Aber seht selbst – und vielleicht könnt Ihr in den Kommentaren schreiben, ob Ihr auch Trakt, Eure Daten mit anderen teilt und wie Ihr zu einer potenziellen Nutzung solcher Aktivitätsdaten durch Versicherungsunternehmen etc. steht.

 

SUPERDRIVE Inkubator Programm von Macromedia Hochschule und Datarella gestartet

Vom Hörsaal in die Garage: Mit der Kick-off Veranstaltung am Mittwoch, 18. März 2015, starten wir gemeinsam mit der Macromedia Hochschule das Inkubator-Programm SUPERDRIVE, das allen Studenten der Macromedia offensteht. Ziel von SUPERDRIVE ist es, die im Studium erworbenen Ideen, Kenntnisse, Fertigkeiten in konkrete Projekte umzusetzen, die sich am Markt beweisen müssen – als eigenständige Startups. 

Aus einer langjährigen Kooperation der Datarella Gründer mit der Macromedia Hochschule entstand im Winter 2014 die Idee, Studenten über die Projektarbeit an der Hochschule selbst die Möglichkeit zu geben, ihre Ideen und Konzepte unternehmerisch umzusetzen. Was bisher auf Konzeptniveau ist, soll nun in reale Produkte, Prototypen umgesetzt werden, die gemeinsam mit erfahrenen Experten entwickelt, auf Marktfähigkeit hin getestet und Marktteilnehmern wie Unternehmen, Institutionen und Investoren präsentiert werden können. 

 Foto: Michael Reuter (Datarella), Prof. Oliver Szasz (Macromedia), Yukitaka Nezu (Datarella)

Ziel des auf vier Monate ausgelegten SUPERDRIVE Programms ist die Entwicklung eines Minimum Viable Product (MVP, eines Produkt-Prototypen, der die Kernfunktion des fertigentwickelten Produkts beinhaltet und von der Zielgruppe getestet werden kann.

Thematischer Fokus von SUPERDRIVE ist der Bereich Wearable Tech, Mobile Apps, Self Tracking und Quantified Self. Menschen produzieren überall Daten, auf Schritt und Tritt. Wenn sie sich aktiv bewegen, im Auto, in den eigenen vier Wänden. Insbesondere in den Verticals Connected Car, Smart Home und mHealth ergeben sich eine Vielzahl möglicher Konzepte und Projektideen. Die bei Datarella vorhandene Expertise in diesem Bereich sorgt bei SUPERDRIVE für die nötige fachliche Unterstützung.

Für Prof. Oliver Szasz, der das Inkubator-Programm für die Macromedia Hochschule federführend betreut, ist SUPERDRIVE der Lackmus-Test für die Studenten: der hohe Anspruch der Hochschule an die Lehre und die praxisnahe Ausbildung ihrer Studenten soll nun unmittelbar zu einem Sprungbrett für die Karriere werden – aus der eigenen Idee wird das eigene Unternehmen – so finden Theorie und Praxis nahtlos zusammen.

Das Besondere an SUPERDRIVE ist laut Prof. Szasz, dass die Studenten nicht ins kalte Wasser geworfen werden – denn nicht jeder ist von Haus aus zum Unternehmer geeignet. Die Teilnehmer werden vielmehr behutsam in die Startup Welt eingeführt, indem ihnen die unterschiedlichen Aspekte der Selbständigkeit in Workshops und konstanter Betreuung vermittelt werden: die für ein junges Unternehmen überlebensnotwendigen Kenntnisse in finanziellen und rechtlichen Dingen vermittelt Yukitaka Nezu, der vor Datarella über 10 Jahre im Finance und Private Equity Bereich tätig war. Spezifisches Know How im Bereich Big Data und Sensoren erhalten die Studenten von Joerg Blumtritt. Wie aus einer Idee ein Produkt wird, erfahren die jungen Unternehmer von Kira Nezu und wie sie aus all den Einzelteilen ein kleines Unternehmen formen, es vermarkten und eine Go-To-Market Strategie entwickeln, von Michael Reuter. Darüber hinaus werden weitere externe Experten in das Programm eingebunden.

Wir freuen uns sehr auf die jungen Teams, sind gespannt auf ihre Ideen und wünschen allen Beteiligten an SUPERDRIVE eine Menge Spass!

Weitere Informationen zu SUPERDRIVE gibt es unter superdrive.us.

Die Datarella Weltkarte des Verhaltens

Jeder Smartphone Nutzer produziert täglich über 20 MB an Daten, die über die Sensoren seines Smartphones gemessen werden. Stellen Sie sich nun die Daten von 2 Milliarden Smartphone Nutzern weltweit vor, übersetzt in Verhalten – in Echtzeit – auf einer Weltkarte. Genau das ist unser Vision der Datarella Weltkarte menschlichen Verhaltens.

Ein typisches Smartphone im Jahr 2015 verfügt über bis zu 25 Sensoren, mit denen so unterschiedliche Aktivitäten und Umwelteinflüsse wie Bewegung, Lärmpegel, Lichtintensität oder magnetische Strahlung gemessen werden. Die meisten Smartphone Nutzer sind sich der Tatsache nicht bewusst, dass die Kamera oder das Mikrophon ihres Phones niemals ganz ausgeschaltet sind, sondern kontinuierlich Daten über die jeweilige Lichtintensitäten bzw. Geräuschpegel sammeln.

Taten sagen mehr als Worte
Actions speak louder than words – Taten sagen mehr als Worte: wenn wir einen anderen Menschen wirklich kennen(lernen) wollen, sollten wir uns seine Handlungen ansehen und nicht nur darauf hören, was er sagt. Dies gilt insbesondere aber nicht nur für Politiker. Viele zwischenmenschliche Probleme haben ihren Ursprung darin, dass Menschen andere aufgrund ihres Äußeren oder ihrer Aussagen beurteilen, anstatt sich anzusehen, wie diese Person tatsächlich handelt. Hinter oberflächlichen Unterschieden wie der äußeren Erscheinung stellen wir oft mit der Zeit fest, dass wir Anderen durchaus ähnlich sind, weil diese ähnlich handeln.

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Die Datarella Vision
Unsere Vision bei Datarella ist es, Verhaltensweisen von Individuen auf einer Weltkarte abzubilden. Indem wir das Verhältnis von Bewohnern aller Kontinente auf einer Landkarte abbilden, wollen die Geschichten der Menschen, ihre Unterschiede und Gemeinsamkeiten – die Basis des Zusammenlebens – zeigen. Es gibt bereits auf Karten abgetragene Ausschnitte menschlichen Verhaltens, bereitgestellt von Unternehmen mit spezifischen Perspektiven auf ausgewählte Lebensbereiche. Beispielsweise beschreibt derWearable Device Anbieter Jawbone weltweite Schlaf- und Bewegungsmuster. Wir lernen, dass Russen morgens am längsten ausschlafen und Japaner mit der geringsten Schlafdauer auskommen. Für Reisende und Diplomaten wird die Welt hinsichtlich des Gefahrenpotenzials ihrer Regionen aufgeteilt.

Mitgestalten
Die Weltkarte menschlichen Verhaltens zu erstellen ist unser ambitioniertes Projekt für 2015. Wir wollen dieses Ziel nicht allein erreichen, sondern bauen auf Ihre Hilfe: wenn Sie ein Entwickler mit Fokus auf mobile Sensordaten sind, oder Ihr Unternehmen in einem der Bereiche Gesundheit, Finanzen, Mobilität oder Tourismus und Transport mit mobilen Sensordaten arbeitet, freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme! Wenn Sie daran interessiert sind, Teil dieses interessanten Projekts zu werden, sagen Sie uns, welchen Beitrag Sie dazu leisten können. Wir freuen uns auf Sie!

Digital Health: Branchentrends aus den USA

In allen Branchen gibt es zum Jahreswechsel jede Menge Rück- und Ausblicke; die beste Gelegenheit, die wichtigsten Trends zusammenzusammeln. Was hat sich 2014 zB in den USA getan, im Bereich Digital Health und Wearable Tech?

Apple startet das HealthKit

Mit dem HealthKit hat Apple eine Standard-Schnittstelle für Gesundheitsdaten in sein Betriebssystem eingebaut. Typische Selftracking-Daten wie zurückgelegte Schritte, Kalorien oder Puls werden darin ebenso berücksichtigt wie abstraktere Größen wie „gestiegene Treppenstufen“. Bisher sind die Daten, die aus Wearable Tech Gadgets wie Fitbit, Jawbone Up oder aus Wearable Apps wie Runtastic oder Runkeeper gesammelt werden, kaum vergleichbar und bleiben gefangen im „Silo“ des jeweiligen Herstellers. Apple greift dieses Problem frontal an, indem eine einheitliche Datenstruktur für Gesundheitsdaten mitten ins Betriebssystem eingeschrieben wird.

Google Fit

Google hat mit Google Fit einen ähnlichen Weg eingeschlagen wie Apple mit dem HealthKit. Google Fit ist zunächst eine App, die auf dem Google-Betriebssystem Android auf Smartphones läuft. Genau wie unsere Datarella-App ‚explore‚, sammelt Fit die Smartphone-Messwerte und berechnet daraus die entsprechenden Gesundheitsdaten, die auf einem persönlichen Dashboard analysiert werden können.

Apple kündigt die Apple Watch an

Smartwatches werden neben den Smartphones zu den wichtigsten Geräten im bereich Personal Digital Health. Apple wird in wenigen Wochen seine Apple Watch herausbringen. Die Spezifikationen für App-Entwickler stehen bereits online. Niemand bezweifelt, dass die Apple Watch für die Smartwatches dieselbe Wirkung haben wird, wie das iPhone 2006 für die Smartphones: die Apple Watch wird den Markt erst richtig starten.

Investitionen in Digital Health explodieren

In den ersten fünf Monaten 2014 ist bereits mehr Geld in Digital Health investiert worden, als im Gesamtjahr 2013. Die Investitionen im ersten Quartal hatten sich im Vergleich zum Vorjahresquartal bereits nahezu verdoppelt. Dabei sind die Summen, die in den Bereich digitale Gesundheitsprodukte gesteckt werden, erst ab März so richtig nach oben gegangen. D ie Kurve steigt dreimal so stark, wie in den vergangenen Jahren. Für 2014 rechnen Analysten mit mehr als sechs Milliarden US$.

Vereinfachte Zuslassung von Digital Health Produkten

Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hat angekündigt, die Zulassung für Digital-Health-Produkte weiter zu vereinfachen. Außerhalb des Kernbereichs der medizinischen Diagnositik, der weiterhin streng reguliert bleibt, wird es möglich, Apps und Gadgets wesentlich schneller auf den Markt zu bringen. Durch diese Vereinfachung ist mit einer deutlichen Zunahme an Konkurrenz vor allem durch kleine Unternehmen und Neugründungen zu rechnen, die den Markt enorm beleben werden.

Obamacare und andere Veränderungen in der Krankenversicherung

Und schließlich hat sich in den USA einiges verändert, im Bereich der Krankenversicherung. Der Affordable Care Act (ACA), kurz „Obamacare“ genannt, bietet erstmals bezahlbare Krankenversicherung für die breite Masse der Amerikaner. Durch die zusätzliche Sicherheit verändert sich der Mix der privaten Krankenversicherungen – der Trend geht zu niedrigeren Prämien und mehr Selbstbehalt. Noch mehr als schon heute werden also günstige Selbst-Diagnose und Fitness für die Versicherten wichtig. In einzelnen Bundesstaaten müssen medizinische Angebote ab 2015 mit ihren Preisen verbindlich ausgezeichnet werden. Krankenhäuser und Ärzte müssen auf ihren Websites genauso klar ihre Preise benennen, wie Angebote aus dem Handel. Auch hier wird der Druck auf traditionelle Gesundheitsangebote wachsen und die ohnehin transparenteren Produkte aus Digital Health werden profitieren.

2014 sind in den USA also viele Entscheidende Weichenstellungen erfolgt, die den Zug der digitalen Gesundheitsprodukte auf die Überholspur leiten. Die großen Summen, die dadurch in diesen Markt investiert werden, sorgen auch in Europa für eine Belebung. 2015 wird also ein spannendes Jahr für Digital Health!