DNA und Big Data – Die Ära der Biopunks – SXSW 2017

Was verbindet die menschliche DNA mit Big Data? Warum ist es wichtig, sich bereits heute Gedanken darüber zu machen, vor welche Herausforderungen uns Daten über den menschlichen Körper stellen? Wie kann das Individuum wissen, welche Daten über seinen Körper existieren, diese erzeugen, verarbeiten und zu seinem Vorteil nutzen? 

Und wie ist es um das Thema Sicherheit und Privatsphäre bestellt? Wer kann an Daten über mich herankommen, diese nutzen und zu welchen Konsequenzen führt das für mich? Welche Gesetze und Rahmenbedingungen sind bereits geschaffen worden oder müssen installiert werden, damit die Konsequenzen der Verfügbarkeit der Biodaten für den Einzelnen und Gesellschaften beherrschbar bleiben?

Wer Antworten zu diesen Fragen sucht oder vielleicht schon hat, dem ist der Besuch des Talks Biopunk: Subverting Biopolitics auf der Konferenz SXSW im texanischen Austin zu empfehlen: Heather Dewey-Hagborg (School of the Art Institute of Chicago), Simone Browne (The University of Texas, Austin) und Joerg Blumtritt (CEO Datarella) präsentieren und diskutieren den aktuellen Wissenstand zum Thema.

Der Mensch und das Internet der Dinge 3: Wearables als Intermediatoren

Millionenfach verkaufen sich Fitness Tracker auch in Deutschland. Armbänder oder Armbanduhren – Smartwatches – zählen nicht nur unsere Schritte und erinnern uns daran, uns regelmäßig zu bewegen statt ununterbrochen am Schreibtisch zu sitzen. Beim Laufen steuern Tracking-Apps den Rhythmus der Musik, die wir hören, passend zur Schrittgeschwindigkeit. Einige der tragbaren Geräte begleiten uns sogar im Schlaf, messen unsere Bewegungen und die Atmung und können uns gezielt in einer Phase leichten Schlafes wecken, statt uns aus dem Tiefschlaf zu reißen.

Wer Fitness trackt, weiss nicht nur über seine eigen Gesundheit besser Bescheid – er kann auch finanziell profitieren: erste Krankenversicherer bezuschussen Fitnessbänder oder smarte Uhren – oder bieten günstigere Tarife basierend auf erhobenen Daten an.

Ein Beitrag zur „Berührt-Verführt: Werbekampagnen, die Geschichte machten

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Der Mensch und das Internet der Dinge – Unser Beitrag für das Museum für Kommunikation, Frankfurt

Was ist das Internet der Dinge, wie funktionierte und vor allem – was macht der Mensch damit? Zum Abend der Kommunikation im Frankfurter Museum für Kommunikation haben wir uns ein paar Gedanken gemacht, die wir in einer Reihe von Beiträgen unter dem Titel „Der Mensch und das Internet der Dinge“ im folgenden vorstellen.

Im Vorfeld der Ausstellung „Berührt-Verführt: Werbekampagnen, die Geschichte machten“ die vom 2. Oktober 2015 an in Frankfurt am Main zu sehen sein wird, wird u.a. das Internet der Dinge thematisiert. Wir steuern dazu einige Visualisierungen und Texte bei, die insbesondere auf die Rolle des Menschen im Internet der Dinge abheben: Wo, wann und wie interagiert der Mensch mit den Dingen? Macht er dies bewusst oder unbewusst? Welche Rolle spielen Sensoren bei der Kommunikation? Diese und weitere Aspekte werden durch unsere Visualisierungen beleuchtet und sollen Anregung zur weiteren Beschäftigung mit dem Thema sein.

Startschuss ist der traditionelle Abend der Kommunikation am 29. September – auf den wir bereits sehr gespannt sind!

Beitrag 1: Technologie braucht Zeit
Beitrag 2: Werbung wird individuell
Beitrag 3: Wearables als Intermediatoren
Beitrag 4: Kontextsensitivität

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Grosses Interesse am Management und Teilen der eigenen Gesundheitsdaten in Deutschland

Eine Befragung von rund 1.300 Personen durch das Marktforschungsinstitut Infratest im Auftrag der Continentale Krankenversicherung zeigt, dass Deutsche zwar vorsichtig im Umgang mit ihren Gesundheitsdaten sind, aber grosses Interesse daran haben, sie mit ihrem Arzt, Verwandten und Freunden sowie anderen, wie beispielsweise Krankenversicherern zu teilen.

Während in allen Altersgruppen eine gewisse Skepsis gegenüber dem Teilen der eigenen Gesundheitsdaten mit Dritten herrscht, so erheben, sammeln und speichern 19% der Befragten ihre Daten. 6% setzen zur Datensammlung bereits technische Hilfsmittel wie Wearables; d.h. Fitnessbänder, Smartwatches und andere am Körper tragbare technischen Geräte und weitere 17% können sich vorstellen, Wearables zukünftig für diesen Zweck einzusetzen. Die gerade zu Ende gegangene IFA mit dem Schwerpunkt Wearables hat womöglich den Startschuss für eine starke Verbreitung von Smartwatch und Co. gegen – wir rechnen damit, dass unter jedem dritten Weihnachtsbaum in Deutschland ein entsprechendes Wearable liegen wird.

Weitergabe von Gesundheitsdaten an Krankenversicherer

Während die bisherige Reaktion auf die Infratest-Umfrage den in Deutschland beliebten skeptischen Blick betont und das Augenmerk auf ausgesuchte Mehrheiten richtet, die (bisher noch nicht) ihre Daten teilen, wollen wir die andere Perspektive betrachten: 23% der Befragten messen jetzt schon ihre Gesundheitsdaten mit Wearables oder wollen dies zukünftig tun – das bedeutet: ein knappes Viertel der Deutschen betreibt Quantified Self! 63% der Befragten geben, ihre Gesundheitsdaten auf keinen Fall an Dritte weitergeben zu wollen. Weitere 22% sind sich unsicher und sagen „wahrscheinlich nicht“. Mit anderen Worten: 15% geben bereits heute ihre Daten weiter oder würde dies tun.

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Die Empfänger der Gesundheitsdaten sind der Arzt (85%), die Familie (74%), die gesetzliche Krankenversicherung (515), Ernährungsberater (33%), die private Krankenversicherung (28%), die Lebensversicherung (24%9 und andere. Über die Hälfte der Befragten (56%) würden ihrer Krankenversicherung ihre Daten aufgrund eines finanziellen Anreizes weitergeben, davon 20% sicher und 36% vermutlich. Mit anderen Worten: weniger als die Hälfte der Befragten schliesst aus, aufgrund eines finanziellen Vorteils der Krankenversicherung ihre Daten zu übermitteln.

Nicht nur die in Antworten zur Frage nach finanziellen Anreizen erkennbare hohe Bereitschaft der Deutschen, Daten weiterzugeben, wenn finanzielle Vorteile daraus entstehen – sondern auch das exponentiell gestiegene Interesse an Wearables und deren Möglichkeiten legt unserer Ansicht nach den Schluss nahe, dass wir hierzulande den ersten entscheidenden Schritt in Richtung einer neuen Autonomie hinsichtlich der eigenen Gesundheit getan haben: die Menschen erkennen, dass sie ohne grossen finanziellen und technischen Aufwand ihren eigenen Körper (besser) kennenlernen und im Krankheitsfalle ihren Arzt rasch, lückenlos und objektiv über ihren Gesundheitszustand informieren können. Unserer Ansicht nach wird in 2 Jahren über die Hälfte der Deutschen Wearables einsetzen, um eine aktivere Rolle bezüglich ihrer eigenen Gesundheit einzunehmen.

Gesundheitsdaten: Wohin gehen die Informationen wirklich?

Ich habe es geschafft: ich bin ein Trendsetter. Das zumindest weiß die ARD, für deren Magazin plusminus ich bei Minusgraden durch den Münchner Hofgarten gejoggt bin. Im Anschluss habe ich gezeigt, was ich bei allen Aktivitäten mache: wie ich mich selbst mit diversen Apps tracke.

Weltweit nutzen bereits Millionen von Menschen Self-tracking Möglichkeiten insbesondere aus gesundheitlichen Aspekten und selbst in unserm eher verschlafenen Deutschland bin ich natürlich nicht der erste – wie nicht nur die sehr aktive und rasch wachsende Quantified Self Bewegung zeigt, sondern auch die Tatsache, dass beispielsweise Wearables wie das von mir benutzte Jawbone UP mittlerweile für 49 EUR am Grabbeltisch neben der Kasse am Supermarkt feilgeboten werden. Wie immer, wird in einem TV-Beitrag nur ein Bruchteil dessen gezeigt, was man aufgenommen hat – und meist auch das eher nicht so Interessante. Aber seht selbst – und vielleicht könnt Ihr in den Kommentaren schreiben, ob Ihr auch Trakt, Eure Daten mit anderen teilt und wie Ihr zu einer potenziellen Nutzung solcher Aktivitätsdaten durch Versicherungsunternehmen etc. steht.

 

Telling the story of people’s lives – Strata+Hadoop Vortrag von Joerg Blumtritt, 15. Februar 2015, San Jose

Mit dem Smartphone können wir ein aussagefähiges Bild des Alltags der Menschen zeichnen. Um die Daten-Geschichte zu erzählen, müssen wir die von im Smartphone verbauten Sensoren gesammelten Rohdaten in sinnvolle Ereignisse übersetzen, wie beispielsweise „Auto fahren“, „in einem Geschäft herumschlendern“, oder sogar in einer intimeren Art und Weise: „nervös sein“. Wir zeigen, wie man an die Daten des Telefons kommt, wie man aus diesen Rohdaten sinnvolle Ereignisse extrahiert, diese Ereignisse in einen sinnvollen Gesamtzusammenhang bringt – und – zu guter Letzt – welchen Nutzen Unternehmen daraus ziehen können.

Wir zeigen dies an konkreten Anwendungsfällen, wie beispielsweise einer App aus der Automobilindustrie, mit der Autofahrer sicherer und effizienter fahren – oder auch an Chinesischen Flugpassagieren auf Europa-Reise. Auch für den Gesundheitsbereich zeigen wir eine Anwendung: wie können Osteoporose-Patienten mit Hilfe einer App ihre Lebensumstände stabilisieren oder sogar signifikant verbessern und mobil bleiben?

Mehr auf Strata+Hadoop

SUPERDRIVE Inkubator Programm von Macromedia Hochschule und Datarella gestartet

Vom Hörsaal in die Garage: Mit der Kick-off Veranstaltung am Mittwoch, 18. März 2015, starten wir gemeinsam mit der Macromedia Hochschule das Inkubator-Programm SUPERDRIVE, das allen Studenten der Macromedia offensteht. Ziel von SUPERDRIVE ist es, die im Studium erworbenen Ideen, Kenntnisse, Fertigkeiten in konkrete Projekte umzusetzen, die sich am Markt beweisen müssen – als eigenständige Startups. 

Aus einer langjährigen Kooperation der Datarella Gründer mit der Macromedia Hochschule entstand im Winter 2014 die Idee, Studenten über die Projektarbeit an der Hochschule selbst die Möglichkeit zu geben, ihre Ideen und Konzepte unternehmerisch umzusetzen. Was bisher auf Konzeptniveau ist, soll nun in reale Produkte, Prototypen umgesetzt werden, die gemeinsam mit erfahrenen Experten entwickelt, auf Marktfähigkeit hin getestet und Marktteilnehmern wie Unternehmen, Institutionen und Investoren präsentiert werden können. 

 Foto: Michael Reuter (Datarella), Prof. Oliver Szasz (Macromedia), Yukitaka Nezu (Datarella)

Ziel des auf vier Monate ausgelegten SUPERDRIVE Programms ist die Entwicklung eines Minimum Viable Product (MVP, eines Produkt-Prototypen, der die Kernfunktion des fertigentwickelten Produkts beinhaltet und von der Zielgruppe getestet werden kann.

Thematischer Fokus von SUPERDRIVE ist der Bereich Wearable Tech, Mobile Apps, Self Tracking und Quantified Self. Menschen produzieren überall Daten, auf Schritt und Tritt. Wenn sie sich aktiv bewegen, im Auto, in den eigenen vier Wänden. Insbesondere in den Verticals Connected Car, Smart Home und mHealth ergeben sich eine Vielzahl möglicher Konzepte und Projektideen. Die bei Datarella vorhandene Expertise in diesem Bereich sorgt bei SUPERDRIVE für die nötige fachliche Unterstützung.

Für Prof. Oliver Szasz, der das Inkubator-Programm für die Macromedia Hochschule federführend betreut, ist SUPERDRIVE der Lackmus-Test für die Studenten: der hohe Anspruch der Hochschule an die Lehre und die praxisnahe Ausbildung ihrer Studenten soll nun unmittelbar zu einem Sprungbrett für die Karriere werden – aus der eigenen Idee wird das eigene Unternehmen – so finden Theorie und Praxis nahtlos zusammen.

Das Besondere an SUPERDRIVE ist laut Prof. Szasz, dass die Studenten nicht ins kalte Wasser geworfen werden – denn nicht jeder ist von Haus aus zum Unternehmer geeignet. Die Teilnehmer werden vielmehr behutsam in die Startup Welt eingeführt, indem ihnen die unterschiedlichen Aspekte der Selbständigkeit in Workshops und konstanter Betreuung vermittelt werden: die für ein junges Unternehmen überlebensnotwendigen Kenntnisse in finanziellen und rechtlichen Dingen vermittelt Yukitaka Nezu, der vor Datarella über 10 Jahre im Finance und Private Equity Bereich tätig war. Spezifisches Know How im Bereich Big Data und Sensoren erhalten die Studenten von Joerg Blumtritt. Wie aus einer Idee ein Produkt wird, erfahren die jungen Unternehmer von Kira Nezu und wie sie aus all den Einzelteilen ein kleines Unternehmen formen, es vermarkten und eine Go-To-Market Strategie entwickeln, von Michael Reuter. Darüber hinaus werden weitere externe Experten in das Programm eingebunden.

Wir freuen uns sehr auf die jungen Teams, sind gespannt auf ihre Ideen und wünschen allen Beteiligten an SUPERDRIVE eine Menge Spass!

Weitere Informationen zu SUPERDRIVE gibt es unter superdrive.us.

Die Datarella Weltkarte des Verhaltens

Jeder Smartphone Nutzer produziert täglich über 20 MB an Daten, die über die Sensoren seines Smartphones gemessen werden. Stellen Sie sich nun die Daten von 2 Milliarden Smartphone Nutzern weltweit vor, übersetzt in Verhalten – in Echtzeit – auf einer Weltkarte. Genau das ist unser Vision der Datarella Weltkarte menschlichen Verhaltens.

Ein typisches Smartphone im Jahr 2015 verfügt über bis zu 25 Sensoren, mit denen so unterschiedliche Aktivitäten und Umwelteinflüsse wie Bewegung, Lärmpegel, Lichtintensität oder magnetische Strahlung gemessen werden. Die meisten Smartphone Nutzer sind sich der Tatsache nicht bewusst, dass die Kamera oder das Mikrophon ihres Phones niemals ganz ausgeschaltet sind, sondern kontinuierlich Daten über die jeweilige Lichtintensitäten bzw. Geräuschpegel sammeln.

Taten sagen mehr als Worte
Actions speak louder than words – Taten sagen mehr als Worte: wenn wir einen anderen Menschen wirklich kennen(lernen) wollen, sollten wir uns seine Handlungen ansehen und nicht nur darauf hören, was er sagt. Dies gilt insbesondere aber nicht nur für Politiker. Viele zwischenmenschliche Probleme haben ihren Ursprung darin, dass Menschen andere aufgrund ihres Äußeren oder ihrer Aussagen beurteilen, anstatt sich anzusehen, wie diese Person tatsächlich handelt. Hinter oberflächlichen Unterschieden wie der äußeren Erscheinung stellen wir oft mit der Zeit fest, dass wir Anderen durchaus ähnlich sind, weil diese ähnlich handeln.

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Die Datarella Vision
Unsere Vision bei Datarella ist es, Verhaltensweisen von Individuen auf einer Weltkarte abzubilden. Indem wir das Verhältnis von Bewohnern aller Kontinente auf einer Landkarte abbilden, wollen die Geschichten der Menschen, ihre Unterschiede und Gemeinsamkeiten – die Basis des Zusammenlebens – zeigen. Es gibt bereits auf Karten abgetragene Ausschnitte menschlichen Verhaltens, bereitgestellt von Unternehmen mit spezifischen Perspektiven auf ausgewählte Lebensbereiche. Beispielsweise beschreibt derWearable Device Anbieter Jawbone weltweite Schlaf- und Bewegungsmuster. Wir lernen, dass Russen morgens am längsten ausschlafen und Japaner mit der geringsten Schlafdauer auskommen. Für Reisende und Diplomaten wird die Welt hinsichtlich des Gefahrenpotenzials ihrer Regionen aufgeteilt.

Mitgestalten
Die Weltkarte menschlichen Verhaltens zu erstellen ist unser ambitioniertes Projekt für 2015. Wir wollen dieses Ziel nicht allein erreichen, sondern bauen auf Ihre Hilfe: wenn Sie ein Entwickler mit Fokus auf mobile Sensordaten sind, oder Ihr Unternehmen in einem der Bereiche Gesundheit, Finanzen, Mobilität oder Tourismus und Transport mit mobilen Sensordaten arbeitet, freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme! Wenn Sie daran interessiert sind, Teil dieses interessanten Projekts zu werden, sagen Sie uns, welchen Beitrag Sie dazu leisten können. Wir freuen uns auf Sie!

Die Datarella Data Timeline

Wenn Sie in Amerika,Europa, im asiatisch-pazifischen Raum oder Australien leben, nutzen Sie -wie 1,76 Milliarden anderer Menschen – höchstwahrscheinlich ein Smartphone. Was machen Sie mit Ihrem Smartphone? Sie nutzen hauptsächlich Apps für Messaging, zur Teilnahme an Sozialen Netzwerken, zum Spielen, usw.. Und Sie produzieren Daten – e«ne Menge Daten. Jeder Schritt, den Sie machen, jeder Atemzug, den Sie tun, Ihr gesamtes Verhalten resultiert in Daten: Orte, Bewegung, Körperaktivitäten – und dies alles in ihren jeweiligen räumlichen und zeitlichen Kontexten. Sie produzieren all dies Daten nebenbei, ganz ohne speziellen Aufwand.

Aber – wo sind all diese Daten? Können Sie sie sehen? Wissen Sie überhaupt, welche (Art von) Daten Sie zu welchen Zeitpunkten und in welchen Ausmaßen Sie produzieren? Wissen Sie, dass diese Daten von immensem Vorteil fûr Sie sein können? Dass Sie beispielsweise Ihren Gesundheitszustand auf Basis dieser Daten verbessern können? Können Sie sich vorstellen, all Ihre Daten zu kennen, Ihre Daten zu sehen – in Echtzeit, anschaulich aufbereitet, so dass Sie jederzeit und sofort wissen, was sie bedeuten und welche Auswirkungen dies auf Sie hat?

Herzlich Willkommen zur Datarella Date Timeline!
Die Datarella Data Timeline ist eine appbasierte Timeline Ihres eigenen Verhaltens und das Ihres sozialen Netzwerks. Wenn Sie die Datarella Data Timeline nutzen, sehen Sie praktisch in Ihren eigenen Spiegel – Sie sehen sich selbst: nicht Ihre äußere Erscheinung wie im Badezimmer, sondern Sie sehen die Visualisierung Ihrer Körperaktivitäten. Und damit haben Sie das nahezu vollständige Bild Ihrer selbst. Die Data Timeline stellt Ihre Daten in einen Zusammenhang mit Ihrer zeitlichen und räumlichen Umgebung: Sie sehen sich selbst in Abhängigkeit der jeweiligen Situation – Sie erleben Ihre persönlichen Data Moments.

Warum Sie die Data Timeline nutzen sollten
Jeden Tag produzieren Sie 20 MB an Daten, die von Ihrem Smartphone gemessen werden. Diese Daten können fûr Sie von großem Vorteil sein: sie können Ihr Leben retten – oder das Ihrer Familienmitglieder oder Freunde. Oder sie helfen Ihnen dabei, Ihre Lebensqualität zu verbessern. Um praktische Tipps zur Verbesserung der Lebensqualität zu erhalten, benötigen Sie diese Daten in einer anschaulich dargestellten Art und Weise.

Sie und Ihre Freunde
Es geht in der Data Timeline nicht nur um Sie selbst: Sie sehen auch die Data Moments Ihrer Freunde, wenn diese Sie dafür freigeschaltet haben. Sie können daher sehen, wie es Ihrem Lebensgefährten geht, dass er sich noch – leicht gestresst – im Büro aufhält – und sich auf das gemeinsame Candlelight Dinner später am Abend freut. Mit den einbauten Social Media Funktionen können Sie Ihre Data Moments über Facebook und Twitter innerhalb Ihres Freundeskreises teilen.

Erklangen und behalten Sie die Hoheit über Ihre Daten
Sie sollten immer selbst und autonom über Ihre Daten bestimmen. Ihre Daten sagen mehr über Sie aus, als beispielsweise Ihr Arzt über Se in Erfahrung bringen kann. Daher ist es entscheidend, dass Sie Zugriff auf Ihre Daten haben und selbst entscheiden, wem Sie welche Ausschnitte davon freigeben. Mit der Data Timeline können Sie auf Wunsch all Ihre Rohdaten herunterladen und eigene Analysen durchführen. Ihre Daten gehören Ihnen, sie sind vollständig sichtbar und zu 100% transparent.

Data is the new Media

Data Storytelling, Daten-Journalismus und sogar „Data Fiction“ – seit Big Data auf die Bühne getreten ist, werden Daten mehr und mehr zum Handwerkszeug für Erzählungen. Mit Mustererkennung, explorativer Datenanalyse und besonders mit Datenvisualisierung verlagert sich der Schwerpunkt von Daten von quantitativ zu qualitativ.

Immer mehr Anwendungen unterstützen uns dabei, mit Daten eine Geschichte zu erzählen. Dashboards wie Tableau oder DataLion zapfen unsere Datenquellen an und übersetzen die Zahlen in ein visuelles Format, dass wesentlich leichter verdaulich ist. Sogar hoch multivariate Daten legen uns ihre Bedeutung offen, wenn wir zur Analyse tools wie Gephi oder sage wir das berüchtigte Palantir einsetzen. Diese Hilfsmittel machen auch Social Media Analysen und Text-Mining für Sozialforschung und für die Markt- und Werbeforschung zugänglich.

Jawbone Up not only tracks our sleep. The app also shares our data in a meaningful way with our friends - like we share our thoughts on Twitter.
Jawbone Up verfolgt nicht nur unseren Schlaf. Die App teilt unsere Daten auf sinnvolle Weise auch unseren Freunden mit – ganz so, wie wir unsere Gedanken über Twitter mit ihnen teilen.
Data driven Storytelling hat inzwischen die meisten Sachtexte erobert. News Publisher wie die New York Times oder der Guardian beschäftigen enorme Teams aus Infografik-Spezialisten, um ihre Reportagen mit sinnvollen Datenvisualisierungen anzureichern. Einige der Redakteure haben großartige Sammlungen mit wunderschönen Beispielen zusammengestellt, z.B. informationisbeautiful.net.

Unsere allerpersönlichsten Daten werden jedoch auf unseren Mobiltelefonen und tragbaren Geräten erzeugt. Auf unseren Smartphones, Armbändern oder Smartwatches sammeln etwa zwanzig Sensoren ununterbrochen Daten über unser Verhalten und unsere Handlungen. Eine Vielzahl von Apps nutzt diese Mobile Data: Sie unterstützen unser Training, zeigen uns den Weg, finden Freunde in der Nähe, lassen uns Bilder teilen, u.s.w.

Many people already share their daily workout via apps like Strava or Runtastic. It is even quite common to let such apps automatically post your training results into your social media timeline, e.g. to Twitter or Facebook.
Viele Leute teilen schon heute ihren täglichen Sport mit Apps wie Strava oder Runtastic. Es ist sogar ziemlich verbreitet, dass wir diese Apps unsere Training-Ergebnisse automatisch in unsere Social Media Timeline posten lassen, z.b. auf Twitter oder Facebook.

Apps wie Jawbone Up oder Strava verfolgen nicht nur unsere sportlichen Aktivitäten, sie bieten auch einen einfachen Weg, die Daten, die sie gemessen haben, zu teilen. Wir veröffentlichen unsere Trainingsdaten genauso, wie wir unsere Geschichten auf Twitter oder Facebook veröffentlichen. Unsere Daten werden gleichwertig mit unseren Texten und den Bildern, die wir posten. Die am weitesten integrierte Version dieses Daten-als-Geschichte-Erzählens bietet Google Now.

Image on top: Google Now. Google Now follows the idea to display all kinds of information in the form of tiles, like Twitter or Facebook would display the posts of the people you follow in a timeline. Funny enough, Google obviously has no clue where my "place of work" seams to be.
Zum Bild ganz oben: Google Now verfolgt die Idee, alle möglichen Informationen in Form von Kacheln darzustellen, so wie Facebook oder Twitter die Posts von Leuten, denen wir folgen, in unserer Timeline darstellt. Lustiger Weise scheint Google offenbar keine Ahnung zu haben, wo mein „Arbeitsplatz“ tatsächlich liegt.“

Daten als Medien – das gilt nicht nur für die Inhalte. Werbung, die ja im Großen und Ganzen schon seit Jahrzehnten durch Daten getrieben wurde, ist heute in einem gewaltigen Umbruch begriffen. Mediaplanung und Mediaeinkauf – die Kunstfertigkeit, Werbung auf so effizient wie möglich zu schalten, das heißt, die Wirkung bei gegebenem Budget zu optimieren – verändern sich dramatisch. Etwa 20% der Werbung wird inzwischen programmatisch geschaltet. Programmatic Buying bedeutet, das ein Algorithmus entscheidet, ob ein bestimmter User der richtige ist, unsere Kampagne ausgespielt zu sehen, anstelle dass eine Werbeplatzierung explizit durch einen Auftrag bestellt wird, so wie in der Vergangenheit. Die Entscheidung, welcher User genau dem Ziel der Kampagne entspricht, wird auf Basis einer Vorhersage getroffen, die aus dem Daten der Verhaltensbeobachtung des Users berechnet wird. Daten bestimmen somit, welche Werbung wir sehen.

Mit der Idee des ‚Quantified Self‚ beginnen Daten sogar unsere Vorstellung von Identität zu erobern. Wir sind nicht nur, was wir sagen, wie wir erscheinen, wie wir willkürlich handeln, vielmehr sind wir ebenso durch unser Innenleben definiert, unsere körperlichen Funktionen, durch die Daten, die unser physisches Selbst erzeugt. Die Konzeption des Selbst verändert sich durch diese Betrachtungsweise, indem die strenge Trennung von Geist und Körper, von bewusst und unbewusst überwunden wird. Die physischen Aspekte unseres Lebens treten nun als gleichbereichtiger, wahrhaftiger Teil unseres Selbst auf.

Daten werden zum integralen Bestandteil unserer Erzählungen. Sie durchdringen alle Medien. Wir sollten lernen, Daten als Teil unseres Lebens zu sehen, so wie wir daran gewöhnt sind, über unser Leben mit Worten zu erzählen.

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