NewsChain – Authentische Nachrichten generieren und verbreiten

"It is man who is the content of the message of the media”

Der gefühlt am häufigsten gehörte Begriff in der zweiten Jahreshälfte 2016 ist „Fake News“, die modernere und weiter ausholende, gleichzeitig jedoch mehrheitsfähige Version der vormaligen „Lügenpresse“. Das vom Oxford Dictionary als Wort des Jahres ausgerufene „post-truth“ – im Deutschen „postfaktisch“ – wäre ohne Fake News gar nicht denkbar. 

Fake News ein Thema seit Einführung der Druckerpresse 1439

Durch absichtlich falsche bzw. in die Irre führende Meldungen wurde nicht erst in den letzten Monaten, sondern bereits im Mittelalter aus Fakten Fiktion: so bezichtigte am Ostersonntag des Jahres 1475 der Franziskaner-Mönch Bernardino da Feltre die jüdische Gemeinde der norditalienischen Stadt Trento des Mordes an dem 2 1/2-jährigen Simonino, der vermisst wurde. Auch das Blut des Jungen sollten die Juden zum Passah Fest getrunken haben. Diese Meldung verbreitete sich rasend schnell und veranlasste den Trentiner Fürstbischof Johannes IV Hinderbach dazu, alle Mitglieder der jüdischen gemeinde festzunehmen und zu foltern. 15 Juden wurden des Mordes für schuldig befunden und im Handumdrehen verbrannt. In nahegelegenen Städten nahm der Klerus dies zum Anlass, ähnliche Grausamkeiten zu begehen. Nachdem klar wurde, dass es sich bei der Anschuldigung um eine Fake News handelte, schaltete sich der Vatikan ein und forderte  Johannes IV Hinderbach auf, dem Treiben ein Ende zu setzen. Dieser jedoch weigerte sich und verbreitete seinerseits weitere Falschmeldungen ähnlicher Natur. Das in Gang gesetzte antisemitische Wüten konnte nicht mehr aufgehalten werden. Die gruselige Pointe dieser Geschichte: Simonino wurde als Heiliger Simon kanonisiert, der zahlreiche Wunder vollbracht haben soll.

Die in neuerer Zeit insbesondere im US-Präsidentschaftswahlkampf aufgetauchten Fake News verbreiten sich heute im Vergleich zum Mittelalter noch etwas schneller: wie die Gutenberg’sche Druckerpresse ab 1439 das Verbreiten von Falschmeldungen vereinfachte und beschleunigte, erledigen diesen Job heutzutage Soziale Medien, die geradezu als Durchlauferhitzer fungieren. Besonders interessant ist die Tatsache, dass mittlerweile nicht nur über vertrauenswürdige Kanäle Fake News verbreitet werden, sondern ganze Nachrichtenorganisationen erfunden oder betrieben werden, mit dem einzigen Zweck der Verbreitung von Falschmeldungen. In diesem Zusammenhang bekannt geworden ist der „Denver Guardian“ eine in dieser Form nicht existente Zeitung mit vermeintlichem Sitz in Denver, oder auch die Christian Times Newspaper, deren einzige Fähigkeit darin besteht, ähnlich zu klingen wie die real-existierende Christian Times. Eine eher humoristische Perspektive auf das Thema Fake News bieten Komödianten wie Roman Zaripov und Boris Kudryashov, der russische Pensionär, der den fiktiven Milliardär Boris Bork abgibt und mit seinem Instagram Account rasch über 17.000 Follower generierte.

Wie kann Fake News verhindert werden?

Da die Konsequenzen von Fake News wie oben beschrieben in vielen Fällen jedoch drastische Ausmaße annehmen können, bleibt die Frage: wie kann Fake News verhindert werden? Wie kann sichergestellt werden, dass man beim Blick in die Zeitung, den Fernseher oder die News App nicht einer Lüge oder Halbwahrheit aufsitzt?

Vereinzelte Lösungsansätze dafür gibt es, allerdings sind bei den meisten systemimmanente Schwachstellen auszumachen, die bereits die Aussichtslosigkeit des Unterfangens erkennen lassen, bevor die Lösung überhaupt auf den Markt kommt. Ein schönes Beispiel für ein Modell der „dead-on-arrival“ Kategorie ist das tchechische Experiment CTHH , bei dem man auch ohne Einblicke in das internationale Nachrichtenwesen sieht, wie kurzlebig und erfolglos es sein wird. Auch neue stand-alone Kuratorenlösungen scheinen nicht der Weisheit letzter Schluss zu sein.

NewsChain – die Datarella Lösung für authentische Nachrichten

Da wir bei Datarella nicht kritisieren, ohne selbst mit einem Lösungsvorschlag daherzukommen, haben wir das Projekt ‚NewsChain‘ ins Leben gerufen. Seit Anfang 2015 beschäftigen wir uns intensiv mit der Blockchain und haben im Kundenauftrag sowie in eigenen Projekten diverse Nutzungsszenarien – vulgo use cases – der Blockchain entwickelt. Ein elementares Element unserer Arbeit basiert dabei auf der Erkenntnis, dass sinnvolle use cases fûr neue Technologien immer dort vorliegen, wo bereits heute Strukturen vorliegen und Prozesse ablaufen, auf die die Innovation angewendet werden kann. Mit anderen Worten: wir versuchen keine neuen Cases zu finden, sondern konzentrieren uns auf real-existierende Szenarien, die unter Einsatz der neuen Technologie einen Evolutionssprung machen.

Ein solches Szenario liegt unserer Meinung bei „News“ vor. Zugleich haben wir nebst passenden Strukturen und Prozessen ein handfestes Problem – Fake News – das wir möglicherweise unter Verwendung der neuen Technologie Blockchain lösen können. Die systemimmanenten Elemente der Blockchain, Dezentralität und Unveränderlichkeit in Verbindung mit hocheffizient modellierbaren Prozessen von Konsensfindung bis zur Bezahlung bzw. Abrechnung sind unserer Ansicht nach die ideale Basis für blockchainbasierte Nachrichtengenerierung und -distribution. Unsere ‚NewsChain‘ ist kein disruptives Modell, das bestimmte Marktteilnehmer vim Markt verdrängen will. Es ist vielmehr ein System für die existierenden Teilnehmer auf dem Nachrichtenmarkt: Journalisten, Nachrichtenagenturen und interessierten weiteren Teilnehmern, die News generieren wollen.

Die NewsChain wird im Frühjahr 2017 vorgestellt. Wir arbeiten derzeit mit ausgewählten Marktteilnehmern zusammen. Wenn Sie selbst bzw. Ihre Organisation Interesse an der NewsChain hat, nehmen Sie gern Kontakt zu mir – michael (at) datarella (dot) com – auf.

Der BAYDUINO, das Internet of Things und die Blockchain

Als wir im Sommer 2015 die Idee hatten, einen eigenen Microboard-Controller für das Internet of Things zu bauen, war das zunächst nicht viel mehr als die gestaltgewordene Kreativität vieler Gespräche – mit anderen Worten: wir wollten eine der hunderte unserer Ideen in die Tat umsetzen – mit durchaus offenem Ausgang.

Aus unserer täglichen Arbeit mit Big Data Projekten ergaben und ergeben sich zahlreiche neue Geschäftsideen. Die meisten davon werden nach dem üblichen „einmal-darüber-schlafen“ wieder verworfen, andere geistern noch eine Zeit in unseren Köpfen herum und schlafen irgendwann von selbst ein. Nur ganz wenige Ideen bleiben und wollen umgesetzt werden. Der BAYDUINO hat uns alle von Tag 1 angefixt: ein kleiner, einfach aufgebauter Rechner, mit dem man alles Mögliche steuern kann. Dabei so simpel und preiswert, dass schon Schüler mit dem Rechnerlein umgehen und sich selbstãndig Experimente dafür ausdenken können. So können wir viele unserer persönlichen Interessen und beruflichen Spezialgebiete miteinander vereinen: unsere hohe Wertschätzung von „Umsetzung“ im Vergleich zu „Ideen“, indem man praktisches Umsetzen von theoretisch erworbenem Wissen mit dem BAYDUINO übt, indem wir nicht nur in andere Länder blicken und über das staunen, was dort erdacht und entwickelt wird, sondern selbst in die Hände spucken und hier vor Ort ein Stück interessanter neuer Technologie erfinden und bauen, und indem wir das Bedürfnis und die Entwicklung des Marktes mitberücksichtigen, der mit dem Internet of Things eine ganz neue Herausforderung an Hard- und Software sowie das Datenmanagement stellt.

Glücklicherweise kennen wir Hardware-Urgestein Hans Franke  aka „der Große mit dem blauen Hemd“, der die BAYDUINO Idee in eine wunderschöne Hardware umgesetzt hat  – allein wären wir dazu nicht in der Lage gewesen.

Wir können den BAYDUINO also zum einen als eine einfache Hardware zum Lernen begreifen, aber auch als Steuerungsinstrument für das IoT, als eine Art Standard-Werkzeug, das man – vergleichbar mit einem Schraubenzieher – immer gut gebrauchen kann. 

Im Internet of Things kommunizieren Maschinen miteinander. Und damit wir Menschen diese Maschinen verstehen und steuern können, und zum anderen sich keine Unbefugten in nicht für sie bestimmte Kommunikation einmischen und diese manipulieren können, sind diverse Sicherheitsmassnahmen vonnöten.

Ein wichtiger Bestandteil dieser Sicherheitsmassnahmen bildet die Blockchain, die eine für befugte Teilnehmer transparente, unverãnderbare und damit vertrauenvolle Kommunikation ermöglicht. Da wir uns im Rahmen unseres Produkts Data Trust seit geraumer Zeit mit der Blockchain beschäftigen und mit unserem Partner Ethereum an maßgeschneiderten Marktlösumgen arbeiten, können wir das hier erworbene Wissen auch für den Einsatz des BAYDUINO im Internet of Things einsetzen. So schliesst sich der Kreis und die ursprünglich „verrückte“ Idee eine Hardware herzustellen, füllt eine Lücke im Gesamtkontext.

Jetzt heisst es für uns, an den oben beschriebenen  Teilbereichen sauber und konsequent weiterzuarbeiten und im Idealfall wird der BAYDUINO bald ein auf der Blockchain arbeitendes Standardwerkzeug für das IoT sein.

Chance und Herausforderung zugleich: Das IoT verbindet Hersteller und Markenartikler direkt mit ihren Kunden

Ausgestattet mit Sensoren und Mikrochips kommunizieren immer mehr Objekte selbständig miteinander und mit Menschen – das Internet of Things IoT ist da. Banale Alltagsgegenstände wie Waschpulver werden durch auf der Verpackung angebrachte Sensoren zu smarten Objekten, die ihre eigene Verwendung registrieren und mit Lesegeräten wie Smartphones kommunizieren, wenn sie eingescannt werden. Aus 5 Milliarden schnurlos miteinander verbundenen Objekten im Jahr 2015 sollen 21 Milliarden innerhalb der kommenden 5 Jahre werden.

Wer profitiert vom Internet of Things?
Werfen wir zunächst einen Blick auf die naheliegenden Anwendungsfälle: in den Bereichen Lagerhaltung und Supply Chain Management werden Technologien implementiert, die Objekte miteinander kommunizieren lassen. Das ermöglicht es nicht nur Herstellern und Distributeuren, den Weg der Produkte vom Werk in den Laden bis hin zum Endkunden zu verfolgen. Espressobohnen werden ihren Baristas selbständig über die optimale Lagertemperatur in Kenntnis setzen und Batterien ihre Nutzer rechtzeitig vor Ablauf ihrer Leistungsfähigkeit warnen.
Unserer Ansicht nach liegen jenseits der eher technischen Supply Chain Betrachtungen die grössten Wertschöpfungspotenziale im Customer Relationship Management. Markenhersteller realisieren, dass der beste Weg ihre Produkte zu verkaufen weniger in groß angelegten Werbekampagnen zu suchen ist, sondern darin besteht, persönliche 1:1-Beziehungen zu ihren Kunden aufzubauen. Momentan ist dies vor allem eine Stärke des Einzelhandels, der die Vorlieben seiner Kunden kennt und sie über Kundenbindungsprogramme bei Laune hält. Fragen Sie sich selbst: bei wem kaufen Sie ein? Bei der Marke oder im Laden? Gerade Händler mit überzeugendem Online-Auftritt sind prädestiniert, ihre Kunden am besten zu verstehen – oft kennen sie die gesamte Customer Journey und können entsprechend gut passende Angebote unterbreiten.

Sprechen Sie doch direkt mit Ihrem Kunden!
Da Sensoren und Mikrochips immer weniger kosten, wird es zunehmend sinnvoller, Produkte damit auszustatten und sie miteinander kommunizieren zu lassen. Das unmittelbare Ergebnis von immer mehr Daten sammelnden und übertragenden Objekten im Internet of Things ist ein gewaltiger Datenstrom von Endkunden-Daten, der bei Herstellern mündet. Während in einem herstellenden Unternehmen oder einem typischen Markenartiker bisher wenige Endkundendaten gesammelt und sich niemand für den direkten Kontakt mit Endnutzern zuständig fühlte, sind die Daten auf einmal da und bieten die einmalige Gelegenheit,  zum ersten Mal in der Geschichte des Unternehmens den Kunden wirklich kennenzulernen – und sogar mit ihm zu kommunizieren.

Vordergründig handelt es sich also um eine riesige Chance, bei genauer Betrachtung zeigen sich jedoch mindestens ebenso grosse  Herausforderungen – das Unternehmen steht auf einmal vor grundlegenden Fragen und strukturellen Änderungen: Ist die IT Infrastruktur des Unternehmens für das Management von Big Data ausgelegt? Sind im IT Bereich genügend Mitarbeiter mit ausreichenden Kenntnissen und Erfahrung in der Abwicklung von Big Data Projekten – Data Sampling, Data Munging, Data Analytics, Data Visualization verfügbar? Gibt es im Produktmanagement Kapazitäten und Expertise für entsprechende Use Cases, die die mit dem Internet of Things möglich gewordenen Kontextszenarien berücksichtigen? Sicherlich gibt es für die einzelnen Prozess-Stufen eines typischen Big Data Projekts bereits Instrumente am Markt, die als Software-as-a-Service eingesetzt werden können. Nur – welche sind die richtigen, und wie werden sie in einen Gesamtprozess integriert, an dessen Ende sinnvolle entscheidungsrelevante Ergebnisse für das Management und operativ verwendbare Instrumente sowie Inhalte für die Kommunikation mit dem Kunden stehen sollen?

Eine neue Wettbewerbs-Ära bricht an
Wenn man im eigenen Unternehmen die angesprochenen Big Data Prozesse beherrscht und das Internet of Things sinnvoll zum Aufbau von Endkundenbeziehungen instrumentalisieren kann, steht die nächste Herausforderung vor de Tür: der Handel, der seine Vormachtstellung gegenüber dem Endkunden auf einmal in Gefahr sieht, wird nicht untätig sein und dem Hersteller sicher geglaubtes Terrain kampflos überlassen. Händler werden ihre bestehenden Kundenbindungsmassnahmen intensivieren und darüberhinaus ähnliche Instrumente einsetzen wie die Hersteller: schon heute sind Einzelhändler diejenigen, die zuallererst mit neuen Technologien wie iBeacons etc. experimentieren. Und selbst wenn Hersteller über deutlich grössere Budgets verfügen, haben Händler ihnen eines voraus: jahrzehntelange Erfahrung im Umgang mit Endkunden. Jeder, der bei einem Markenunternehmen tätig war und zum Handel bzw. einem B2C-Geschäft gewechselt hat, kennt die signifikanten Unterschiede in der Wahrnehmung der Erwartungen eines typischen Endkunden. Hinzu kommen sensible Aspekte wie Datenschutz und Cybersecurity – Themen, die unmittelbar im Moment des Erhalts von Verhaltensdaten des Endkunden relevant werden.

Das IoT bietet Herstellern und Markenunternehmen die vermutlich grösste Chance seit der industriellen Revolution: zum ersten Mal überhaupt können sie direkten Kontakt mit ihren Endkunden aufnehmen, von ihnen lernen und stabile Kundenbeziehungen aufbauen. Aber zunächst müssen sie die Voraussetzungen dafür schaffen: IT Infrastruktur, Personal, Prozesse und nicht zuletzt Geisteshaltung und Unternehmenskultur müssen den neuen Herausforderungen angepasst werden.

Wir stellen vor: BAYDUINO – Der Baukasten für das Internet of Things

Am gestrigen Montag, 5.10.2015, haben wir auf der Weltausstellung EXPO 2015 den BAYDUINO vorgestellt – unseren neuen Baukasten für das Internet of Things, der mit dem bekannten Arduino und dem BBC Micro Bit kompatibel ist.

Der BAYDUINO ist ein Microboard Controller, mit dem sich Anwendungen programmieren und steuern lassen, die die Welt der Daten mit der Welt der Dinge verbinden. Der BAYDUINO ermöglicht Schülern, interessierten Kindern und Jugendlichen auf einfache Weise Experimente mit Messgeräten und Robotik selbst durchzuführen, zu spielen und ihre Kreativität im Umgang mit der nächsten Generation der Digitaltechnologie zu entfalten.

Im Video erzählt unser CEO Joerg Blumtritt, was man mit dem BAYDUINO machen kann:

Bereits vorinstalliert hat der BAYDUINO Microboard Controller neben seinem Prozessor eine Reihe von Werkzeugen an Bord: Vier Tasten zur einfachen Bedienung (bzw. als Game Controller), Temperatur- und Lagesensor (Gyroskop, Beschleunigung), ein Magnetfeldinstrument („Kompass“) und einen Gestensensor, der eine einfache Eingabe von Befehlen durch Handbewegungen ermöglicht. Über USB kann der BAYDUINO an jeden PC angeschlossen werden. Pädagogische Module wie zum Beispiel ein Bausatz für einen Taschenrechner lassen Kinder und alle Interessierten den Umgang mit digitaler Hardware direkt erfahren und erlernen.

BAYDUINO

Die Spezifikation
– Arduino kompatibler AVR32U4 Controller
– 8×8 LED-Matrix Farbe Rot (optional: Gruen, Blau, Weis, – Bernstein, Orange)
– 4 Taster
– 3-achs Magnetometer
– 3-achs Beschleunigungssensor
– USB-Device Schnittstelle
– SD-Kartenleser
– Micro Bit kompatibler Kartenstecker
– fertig montiert

Die Macher
Der BAYDUINO entsteht im Herzen der Maker-Metropole München. Entwickelt wird die Plattform von Hans Franke, Nils Hitze und Jörg Blumtritt in enger Kooperation mit dem Officine Arduino in Turin, Italien, der internationalen Maker Community und der Datarella GmbH, die zudem für Vertrieb und Marketing verantwortlich ist.

BAYDUINO Crowdfunding Kampagne auf StartNext
Um die zweite Produktionsserie des BAYDUINO finanzieren zu können, haben wir auf der Plattform StartNext eine Crowdfunding Kampagne freigeschaltet, über die es Interessierten möglich ist, den BAYDUINO vorzubestellen und das Projekt im Ganzen zu unterstützen. Wer mehr übern en BAYDUINO erfahren möchte, kann den mutige Löwen gern auf seiner Website besuchen.

Leitfaden für Big Data Projekte (1) – Der Paradigmenwechsel in der Datenverarbeitung

In unserer täglichen Arbeit werden wir mit wiederkehrenden Fragestellungen konfrontiert, die zwar letztlich indviduell – d.h. für den konkreten Kunden und Anwendungsfall – beantwortet werden müssen, die allerdings auf den gleichen Prämissen und Überlegungen beruhen. Einige grundlegende dieer Überlegungen wollen wir in den folgenden Beiträgen teilen.

Big Data bedeutet einen Paradigmenwechsel
Big Data ist mehr, als nur „mehr Daten“. Hinter Big Data steht das Konzept, Daten an sich als Thema zu setzen, also nicht „Information“ oder „IT“. Daten ans sich stellen den Rohstoff, den Wert dar. Dies hat einige – vorher teilweise undenkbare Konsequenzen: Beispielsweise werden im Big data Zeitalter soviele Daten wie möglich gesammelt und als Rohdaten unverändert abgelegt (Hadoop, „Data Lake“) – die Trennung von Daten und Metadaten wird aufgehoben.

Nicht Hypothesen stehen am Anfang, sondern die Datensammlung und-speicherung. Oft muss dieses Vorgehen im Unternehmen erst akzeptiert und verstanden werden – traditionelle Denkmuster der Datenergebung und -verarbeitung sind noch weit verbreitet und verhindern regelmässig bereits eine saubere und nachhaltige Umsetzung idieses ersten Schrittes.

Anschliessend an Sammlung und Speicherung erfolgt die Datenanalyse. Explorative Verfahren (Clusteranalyse, Mustererkennung, Regressionen) lösen hypothesengetriebene Verfahren (Tests) ab.
Zusammenhänge gelten als flüchtig; statt an der Aufdeckung von Ursache-Wirkungsketten zu arbeiten, werden Korrelationen als zeitweise gültig gesetzt und zur Steuerung verwendet. In vielen, kleinen Teilstichproben werden zufällige Mutationen der gültigen Strategie ständig als a/b-Test gegen dagegen laufen gelassen. Erweist sich so eine alternative Mutation als besser, wird die bisherige Strategie verworfen und mit der neuen Variante weiter gearbeitet, bis diese ihrerseits verworfen wird.(„Agile Analytics“)

Nach möglichkeit wird auf Abstraktionen und Aggregate (wie z.B. Zielgruppen) verzichtet. Stattdessen werden Vorhersagemodelle auf einzelne Personen angewendet.

Die sog. Data Science entwickelt sich dabei in ähnlicher Weise zu einer Querschnittsaufgabe, wie „Computer Science“ seit den 70ern die IT oder Controlling das Thema Finanzplanung durchgehend und übergreifend verantwortet.

n unserer nächsten Folge widmen wir uns daher dem Thema Gründe und Treiber für Datenprojekte in Unternehmen.

Telling the story of people’s lives – Strata+Hadoop Vortrag von Joerg Blumtritt, 15. Februar 2015, San Jose

Mit dem Smartphone können wir ein aussagefähiges Bild des Alltags der Menschen zeichnen. Um die Daten-Geschichte zu erzählen, müssen wir die von im Smartphone verbauten Sensoren gesammelten Rohdaten in sinnvolle Ereignisse übersetzen, wie beispielsweise „Auto fahren“, „in einem Geschäft herumschlendern“, oder sogar in einer intimeren Art und Weise: „nervös sein“. Wir zeigen, wie man an die Daten des Telefons kommt, wie man aus diesen Rohdaten sinnvolle Ereignisse extrahiert, diese Ereignisse in einen sinnvollen Gesamtzusammenhang bringt – und – zu guter Letzt – welchen Nutzen Unternehmen daraus ziehen können.

Wir zeigen dies an konkreten Anwendungsfällen, wie beispielsweise einer App aus der Automobilindustrie, mit der Autofahrer sicherer und effizienter fahren – oder auch an Chinesischen Flugpassagieren auf Europa-Reise. Auch für den Gesundheitsbereich zeigen wir eine Anwendung: wie können Osteoporose-Patienten mit Hilfe einer App ihre Lebensumstände stabilisieren oder sogar signifikant verbessern und mobil bleiben?

Mehr auf Strata+Hadoop

Was haben Karneval und der SmileGuide gemeinsam?

Es ist wieder soweit: zum Höhepunkt des närrischen Treibens ab Montag, den 16. Februar gibt’s wieder etwas zu Lachen – und das selbst für die Karnevals- und Faschingsverweigerer unter uns: 1 Woche lang üben wir das Lachen mit dem SmileGuide!

Wer zu viel Arbeit, Stress oder gar einen Burnout erlebt hat, der sollte sich einen Ruck geben, die explore App herunterladen und am SmileGuide teilnehmen.

1 Woche lang erhalten Sie in der explore App jeden Tag eine Aufgabe, die Sie lösen müssen. Inmer geht es dabei ums Lachen – Sie selbst werden während dieser Woche wieder mehr lachen, wie auch dir Menschen in Ihrer unmittelbaren Umgebung. Lassrn Sie sich überraschen!

Nachgewiesenermassen hilft nichts so sehr dabei, das Wohlbefinden zu steigern, als gute Laune. Wenn Die sich allerdings selbst beobachten oder beispielsweise im Bus, in der U-Bahn oder in einem Geschäft drn Menschen zusehen, wirken die meisten von uns als ob wir soeben von unserer Entlassung erfahren hätten odet wir einer schweren Operation entgegensehen würden.

Lachen hilft – eine einfache Erkenntnis, die gar nicht so schwet umzusetzen ist. Machen Sie mit: laden Sie sich die explore App für Android herunter und schicken Sie uns eine mail, damit wir Sie für den TeamGuide freischalten können.

Wir freuen uns auf das gemeinsame Lachen mit Ihnen! Helau und Alaaf!

Start-up Teams – Gründe, aus denen Gründer scheitern

Die wenigsten Start-ups werden von Einzelkämpfern gegründet – mittlerweile weiss mann, dass es vernünftig ist im Team zu gründen. Teamgründungen sind allgemein erfolgreicher als Individualisten. Ein funktionierendes Team ist dabei die Voraussetzung für den Gründungserfolg. Doch welche Faktoren sorgen für eine funktionierende Teamarbeit, auch wenn es hart auf hart kommt – eine bei Start-up durchaus häufig auftretende Situation.

Ein gutes Gründerteam hat vielfältigere fachliche Kompetenzen als ein Einzelgründer. Gründerteams haben naturgemäss mehr Kontakte zur Außenwelt, sie können sich gegenseitig motivieren, sich einander kritische Fragen stellen und ein signifikant höheres Arbeitspensum bewältigen. Soweit die Vorteile. Auf der anderen Seite können sich Teammitglieder auch gegenseitig auf die Nerven gehen, durch Reibungen für eine angespannte Arbeitsatmosphäre sorgen – und im Ernstfall über Anwälte miteinander kommunizieren.

Machen Psychotests einen Gründungserfolg wahrscheinlicher?
Ein gutes Team ist die Keimzelle für den Erfolg des Start-ups ist. Was aber ist gutes Team? Helfen Persönlichkeitstests bei der Analyse entscheidender Persönlichkeitsmerkmale und damit dem Erkennen von Schwachstellen im Team? Das kann man eindeutig mit ‚Nein‘ beantworten. Die Erfahrung zeigt: erfolgreiche Start-up Teams lassen sich nicht darüber definieren, welche Persönlichkeiten die Teammitglieder haben. Dazu fehlt es an überzeugenden Persönlichkeitstest, die eine „Gründerpersönlichkeit“ erfassen können. Der Chief Digital Officer des Medienkonzerns ProSiebenSat1, Arnd Benninghoff, meint dazu: „Wenn ich einem Team anmerke, dass sie für eine Sache brennen und gut miteinander arbeiten können, dann wäre mir völlig egal, wie die Jungs in irgendeinem Psycho-Test abschneiden. Und auch kein echter Gründer wird sich dadurch von seinem Vorhaben abhalten lassen.“

Kompetenz, Kommunikation und Kooperation
Gründer zeichnen sich durch ihre Kompetenzen aus, und Kompetenzen sind situativ und flexibel. Mit Kompetenzen können Herausforderungen bewältigt werden, die heute noch gar nicht erkennbar sind. Es gibt Kompetenz, die alle erfolgreichen Gründerteams miteinander teilen: sie können gut miteinander reden, kooperieren, und tun dies auch. Gute Teams zeichnen sich dadurch aus, dass alle Teammitglieder genau darüber Auskunft geben können, welche Ziele sie selbst und die anderen im Team verfolgen. Erfolgreiche Teams kommunizieren effizient. Und Kommunikation ist die Grundlage für gute Kooperation.

Was bedeutet „gute Kooperation“?
Menschen kommunizieren auf drei Ebenen miteinander:

– emotional
– interessengeleitet
– objektbezogen

Um gut mit anderen Personen kooperieren zu können, muss man auf allen drei Ebenen der Kommunikation Übereinstimmungen finden. Man muss also emotional zueinander passen, ähnliche Interessen teilen und sich auf der Sachebene mit ähnlichen Dingen befassen. Wenn auf all diesen drei Ebenen eine Schnittmenge besteht, dann kann ein Team gut kooperieren. Es reicht aber nicht, sich einmal über diese Ebenen unterhalten zu haben. Man muss es immer wieder tun. Denn die Situationen in Start-ups ändern sich permanent. Dadurch ändern sich auch die Aufgaben, Interessen, Stimmungen. Teams müssen sich also anpassen und ständig nachjustieren. Um miteinander erfolgreich zu sein, müssen Gründer in ihre Routinen regelmäßige Updates über die drei oben angesprochenen Ebenen fahren. Sie müssen im Schlaf folgende Fragen beantworten können:

– Woran arbeiten die anderen?
– Was treibt sie an?
– Wie geht es ihnen?

Gründe für die Aufgabe von 119 in EXIST-Gründerstipendium geförderten Vorhaben

EXIST

Quelle: EXIST / Fraunhofer Institut

Das Fraunhofer Institut kam in der Studie „Ergebnisse und Wirkungen des Förderprogramms EXIST-Gründerstipendium“ (PDF) zum Ergebnis, dass in mehr als der Hälfte alle Fälle (56%) persönliche Probleme und Probleme in Gründerteams für das Scheitern der Gründung verantwortlich sind – und nicht etwa mangelnde Finanzierung, schlechter Marktzugang oder andere inhaltliche Gründe.  Teams scheitern, weil die Gründer unterschiedliche Ziele haben, unterschiedliche Strategien verfolgen, sich nicht einig werden können, wer im Team das Sagen haben soll und wer wieviele Anteile bekommt – kurzum: weil nicht gut genug kooperiert wird.

Teamarbeit optimieren mit dem Teamguide
Dieses eindeutige Ergebnis hat uns bei Datarella dazu veranlasst, eine spezifische Version unserer Behavioral Analytics App explore  zu konzipieren: den TeamGuide. Der TeamGuide trägt den Resultaten aus der Fraunhofer Studie Rechnung, indem er in kleinen wie in größeren Teams verwendet und von allen Teammitgliedern auf Tagesbasis eingesetzt werden kann. Er gibt jedem Teammitglied sofortiges Feedback über seine eigene Sicht der Teamarbeit sowie die Sicht der anderen Teammitglieder. Der TeamGuide ist schnell und einfach in Arbeitsgruppen aller Art einsetzbar und ermöglicht sowohl den Teams selbst, als auch den Teamleitern und der Personalabteilung realtime Einblicke in die Entwicklung und damit auch die Produktivität der Teams.

Wir werden in Kürze von konkrete Ergebnisse vom Einsatz des TeamGuide in einem Unternehmen berichten.

Dieser Artikel ist ein Gastbeitrag von Prof. Dr. Claas Triebel

Smartphone Sensoren im Einsatz

Aktuelle Smartphones sind mit bis zu 22 Sensoren ausgestattet. Das Mikrofon, GPS (Ortsbestimmung) oder der Proximity Sensor (schaltet Display während des Telefonieren aus) sind vielen Anwendern bekannt. Andere, wie das Magnetometer oder das Gyroscope dagegen werden bisher eher selten in Apps eingesetzt. Mit dem von Datarella entwickelten Sensor Framework sprechen wir alle Smartphone Sensoren an, sammeln die erhobenen Daten und analysieren diese. Die integrierte Complex Event Processing Engine CEPE sorgt dafür, dass auf Basis der erhobenen Daten realtime Events getriggert werden können, um beispielsweise mit dem Besitzer des Smartphones in eine kontextsensitive Kommunikation zu treten.

iOS Entwickler Ivo Leko zeigt in diesem Video, wie er unter Einsatz von Magnetometer, Accelerometer und Microfon mit dem iPhone interagieren kann. Als Einsatzgebiete dieses anschaulichen Beispiels nennt er virtuelle Keyboards, Game Controller, Gesten Detektoren oder Stifte.

Darüber hinaus gibt es nicht nur technischen Anwendungsmöglichkeiten: gerade im Hinblick auf Kommunikation und Interaktion mit Smartphone Nutzern ergeben sich vielfältige Szenarien. Wenn Sie dazu Fragen haben, melden Sie sich gern bei uns!

explore TeamGuide – Erfolgreiche Kommunikation in Start-up Teams

Es gibt wenige eherne Gesetze, die für Start-ups gelten: die Regel, dass Gründungen im Team in der Regel erfolgreicher sind als Gründer auf Solopfaden, gehört dazu. Was aber macht ein erfolgreiches Gründerteam aus? Die Frage ist ebenso schwer zu beantworten wie die Frage nach dem Persönlichkeitsprofil eines idealen Gründers. Jedes Gründerteam ist einzigartig. Und in jedem Team stellen sich unterschiedliche Herausforderungen.

Mit dem explore TeamGuide habt Ihr als Unternehmensgründer die ideale App zur Kommunikationsanalyse, um rechtzeitig erfolgsgefährdende ‚weak signals‘ zu erkennen und sofort korrigierend einzuschreiten. Der TeamGuide wurde gemeinsam mit dem Arbeitswissenschaftler Prof. Dr. Claas Triebel entwickelt.

Wie funktioniert der TeamGuide?

Jedes Gründungsteam-Mitglied lädt sich den explore TeamGuide auf sein Android Phone herunter. Sofort erhält jeder ein paar Begrüßungsfragen mit allgemeinen Angaben zur Person und zum Team. In den folgenden Wochen – die Dauer des Programms kann individuell auf Euer Team zugeschnitten werden – hilft Euch der TeamGuide, die Kommunikation und das Verständnis füreinander im Team zu analysieren. Die mit Prof. Triebel entwickelten Fragen stützen sich auf das Kulturebenenmodell von E. Schein (MIT) – sind also wissenschaftlich fundiert und bieten Euch während des Programms durch anschauliches sofortiges Feedback im TeamGuide eine realtime Hilfestellung zum Erkennen drohender Schwierigkeiten.

Für Interessierte gibt’s hier ein Interview mit Edgar Schein zu Entrepreneurship:

Der TeamGuide kann, muss aber nicht, durch eine persönliche Beratung durch Prof. Triebel begleitet werden. Prof. Triebel verfügt als Coach des eXist Existenzgründungsprogramms über langjährige Erfahrungen in der aktiven Begleitung von Unternehmensgründern und Start-up Teams.

Wenn Ihr ein Gründerteam seid und Euer Start-up noch nicht älter als 2 Jahre ist, dann meldet Euch bei uns – wir prüfen dann, ob Ihr Euch für den TeamGuide qualifiziert.

PS: Das Visual ist übrigens nicht dem TeamGuide entnommen, sondern wurde von Michael im Museum entsprechenden Namens in Zagreb, Kroatien, aufgenommen.