Schüler müssen programmieren lernen

Schüler müssen programmieren lernen

Schüler müssen programmieren lernen – dieser Satz begegnet uns derzeit allen Ortens: Gesche Joost legt uns dies in der ZEIT dar, Klaus Ruß in der FAZ (nur offline verfügbar), auf zahlosen Konferenzen wird es gefordert – kurz: überall dort, wo man sich Gedanken über die zukünftige Wetbewerbsfähigkeit unseres Landes und die Chancen eines jeden einzelnen Berufstätigen macht. Ein Blick über die Landesgrenzen zeigt, dass es „die anderen wieder einmal besser machen“: Programmieren ist seit September 2014 Pflichtfach für alle fünfjährigen britischen Schüler. In der Schweiz sieht der Lehrplan 21 ebenfalls Programmier-Pflichtunterricht für fünfte und sechste Klassen vor

Das Programmieren ist indes kein Selbstzweck: es sollen nicht alle Schüler zu Programmiern ausgebildet werden, so wie nicht alle, die Sportunterricht geniessen, Leistungssportler werden. Das Programmieren soll in einem Alter den Blick auf die Chancen und gleichzeitig Herausforderungen öffnen, die moderne Technologien mit sich bringen. Schlagworte wie Industrie 4.0, Smart Home, selbstfahrenede Autos usw. beinhalten alle die dahinterliegende Technologie, die sich mit dem Begriff Internet of Things, oder: IoT, also der Vernetzung von Dingen untereinander, umschreiben lässt. Dinge, das können Haushaltsgeräte, Autos, Flugzeuge, Türen, Heizungen etc. sein, werden mit einer Kommunikationseinheit ausgestattet und bilden gemeinsam mit anderen Dingen ein Netzwerk. Einige der Dinge werden zusätzlich „smart gemacht“; d.h. sie erhalten eine gewisse „Intelligenz“ die es ihnen ermöglicht, selbständig Entscheidungen zu treffen: beispielsweise weicht das autonom fahrende Auto einem Hindernis aus. In wenigen Jahren werden die meisten der uns umgebenden Dinge Teil des IoT sein. Smartness in Dingen wird für uns selbstverständlich sein, wir werden von den Dingen autonome Entscheidungen verlangen, weil sie unser Leben erleichtern, so, wie wir bereits heute unsere eigenen Telefonnummern nicht mehr kennen, weil sie eingespeichert sind (ein solches Speichern einer Nummer ist zwar nicht unbedingt smart zu nennen, zeigt aber die Bereitschaft des Menschen, technologische Nutzen bereitwilllig zu akzeptieren).

Wir sehen, dass das IoT allgegenwãrtig sein wird. Sobald Menschen individuell von den Vorteilen smarter Geräte überzeugt sind, wollen sie keine anderen Geräte mehr haben. Aber: Wer programmiert die Regeln, nach denen die Dinge im Internet of Things agieren? Wer bringt den Dingen Intelligenz bei? Wer sorgt dafür, dass unser Kühlschrank die ausgehende Butter nachbestellt? Wer kümmert sich um etwaige Störungen im Netzwerk?

Auf absehbare Zeit zumindest müssen wir Menschen dies machen. Wir denken uns sinnvolle Anwendungsszenarien für das IoT aus, wir bauen die entsprechende Hardware und wir denken uns die Algorithmen aus, auf Basis derer die IoT Netzwerke funktionieren. Das bedeutet: der Handwerker von heute ist der IoT-Fachmann von morgen. Die Berufsbilder eines Heizungsinstallateurs, eines Anlagentechnikers oder sogar eines Goldschmieds werden sich signifikant ändern: alle werden früher oder später „intelligente“ Dinge herstellen und miteinander vernetzen. Ja, auch der Goldschmied: er wird Sensoren in seine Ringe, Ketten, etc. einbauen, die beispielsweise Körperaktivitäten ihrer Trägerinnen messen und an das Smartphone senden oder auch direkt eine Telefonverbindung aufbauen.

In den meisten unserer derzeitgen Berufe werden Programmierkenntnisse bzw. ein Verständnis für die Abläufe und Datenströme in Netzwerken vonnöten sein. Daher sind die eingangs genannten Forderungen berechtigt. Auf Forderungen müssen jetzt Taten folgen: aus Reden, Präsentationen und Kamingesprãchen müssen konkrete Projekte in den Schulen werden, die Schüler müssen möglichst schnell im IT-Unterricht praktische Erfahrungen sammeln können: bis Software- und Hardware-Programmierung Pflichtbestandteile des Lehrplans sind, muss dies über freiwillig bzw. zusätzlich organisierte Formen wie Arbeitsgemeinschaften erledigt werden.

Einige gute Beispiele gibt es bereits: hier arbeiten Eltern und Lehrer Hand in Hand, organisieren praktisch orientierte Zusatzangebote, kaufen auf eigene Rechnung Hardware, mit der programmiert wird. Bisher sind uns Einzelbeispiele bekannt – jeweils aus der Taufe gehoben von engagierten Einzelpersonen oder Gruppen an einzelnen Schulen. Hier gilt es anzusetzen: wir brauchen mehr solcher Initiativen, die auf kleinem Raum zeigen, wie einfach es ist, Schülern einen einfachen, spielerischen Zugang zum Programmieren zu geben und sie damit fit zu machen für die beruflichen Herausforderungen der Zukunft.

Wir tragen unseren Teil dazu bei, indem wir mit dem BAYDUINO einen kleinen Minirechner anbieten, der genau in diese Kerbe schlägt: jeder Schüler kann seinen eigenen BAYDUINO besitzen und über die einfache Drag ’n‘ Drop Programmieroberfläche OpenRoberta unseres Partners Fraunhofer Institut Programme schreiben, mit denen er Dinge im Internet of Things steuern kann. Einfacher geht’s nicht.

Wir laden alle engagierten Eltern und Lehrer ein, Kontakt zu uns aufzunehmen und den BAYDUINO kennenzulernen – unser Ziel ist es, bundesweit Schüler aller Schularten ab der 7. bzw. 8. Klasse mit dem BAYDUINO auszustatten und ihnen ein praxisnahes, anschauliches Lernen zu ermöglichen. Sprechen Sie uns an!

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